Test: EyeToy - PlayStation-Spiele mit Armen und Kopf steuern
USB-Kamera und CD mit zwölf Spielen erhältlich. Auf der CeBIT 2003 gehörte der Sony-Stand vor allem auf Grund von EyeToy – eine Kamera, die an die PlayStation 2 angeschlossen wird und dann Bewegungen des Spielers registriert – zu den absoluten Publikumsmagneten. So benötigt man zum Spielen kein Pad mehr, sondern steuert die Programme direkt mit dem Körper.
Die Installation von EyeToy ist denkbar einfach: Die Kamera wird einfach an einen der beiden vorderen USB-Ports der PlayStation 2 angeschlossen und dann entweder auf oder unter dem Fernseher platziert. Danach nimmt man etwa zwei Meter vor dem Fernseher Stellung – und schon kann das Spiel beginnen.
Die Kamera nimmt den Spieler auf, so dass dieser sich auf dem Bildschirm sehen kann. Die Bedienung des Spiels erfolgt komplett mit den Händen, ein Pad wird also überhaupt nicht benötigt. Um im Menü zwischen den insgesamt zwölf Spielen auszuwählen, bewegt man die Hände einfach in Höhe der auf dem TV-Bildschirm angezeigten Buttons, die Kamera registriert sofort die Bewegungen und startet das gewünschte Programm.
Auf der EyeToy-CD sind insgesamt zwölf Spiele vertreten, die allesamt sehr simpel zu bedienen sind, aber trotzdem viel Spaß machen. Heimliches Highlight ist sicherlich "Wishi Washi", eine Fensterputz-Simulation – hier gilt es, durch möglichst schnelle Bewegung der Arme den Bildschirm zu reinigen. Aber auch "Keep Ups" kann begeistern. Hier geht man in die Knie und versucht, einen Ball mit dem Kopf in der Luft zu halten. Wer die erste Stufe gemeistert hat, spielt Kopfball dann sogar mit mehreren Bällen gleichzeitig.
In anderen Spielen verdingt man sich als Boxer, muss Geister fangen, Rhythmus-Gefühl beweisen oder Teller jonglieren. Alle Spiele sind in drei Schwierigkeitsstufen verfügbar, und natürlich lassen sich auch eigene Profile anlegen, um Highscores abzuspeichern. Wer einen neuen Rekord aufstellt, darf sich zudem für ein Foto vor dem Fernseher postieren. Allerdings sollte man die körperliche Anstrengung nicht unterschätzen – nach mehreren Minuten virtuellem Fensterputzen kommt man schon ein wenig ins Schwitzen.
Bisher sind nur die hier erwähnten zwölf Spiele erhältlich, Sony hat aber weitreichende Pläne für die Kamera. Ende des Jahres etwa soll ein neuartiges Tanzspiel erscheinen, das per Kamera bedient wird, weitere Titel befinden sich bereits in der Entwicklung. Mit einem Netzwerkadapter wird es zudem zukünftig möglich sein, Videokonferenzen über PlayStation 2 abzuhalten. Andere Spiele werden die Option bieten, dass man ein mit der EyeToy-Kamera geschossenes Spielerbild auf Spielfiguren übertragen kann.
EyeToy ist ab sofort im Handel zum Preis von 59,95 Euro erhältlich und kostet damit praktisch genauso viel wie ein normales PlayStation-2-Spiel – angesichts der im Paket enthaltenen Kamera ein sehr faires Angebot. Ein Hinweis: Die hier gezeigten Screenshots sind Pressebilder von Sony, die nachbearbeitet sind und die die Personen in besserer Qualität zeigen als sie letztendlich auf dem Bildschirm wirklich aussehen. Einzig Screenshot #2 kann als wirklicher Maßstab dafür genommen werden, wie es dann auf dem eigenen TV-Gerät zu Hause aussieht.
Fazit: Mit EyeToy ist Sony sicherlich die Zubehör-Innovation des Jahres gelungen. Die Installation könnte einfacher nicht sein, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beachtlich und das Gameplay ist Partyspaß pur – sowohl für den Spieler als auch für die Zuschauer, die die vor dem Fernseher wild gestikulierende Person beobachten dürfen. Man darf gespannt sein, was mit EyeToy demnächst noch alles möglich sein wird; als PlayStation-2-Besitzer sollte man sich die Kamera aber auf jeden Fall schon jetzt zulegen – einen besseren Titel für Spieler aller Altersklassen wird man kaum ausfindig machen können.