Napster-Gründer wechselt auf die Seite der Musikindustrie
Wie die Los Angeles Times berichtet, hat Fanning eine neue Technik entwickelt, mit der Tauschbörsen automatisch erkennen können, wenn ein urheberrechtlich geschützter Song getauscht wird. Hierzu wird ein digitaler Fingerabdruck verwendet, der in die Songs integriert wird. Sobald ein User eine geschützte Datei anbietet, wird dies auf Grund einer Anbindung an eine Datenbank registriert. So soll es dann möglich sein, Gebühren beim Nutzer zu erheben, wenn ein geschützter Song heruntergeladen wird.
Fannings Idee ist nicht wirklich neu – in der Vergangenheit versuchten bereits verschiedene Anbieter, derartige Wasserzeichen in Musikstücke zu integrieren und so dem unbegrenzten Datenaustausch einen Riegel vorzuschieben – bisher allerdings ohne merklichen Erfolg. Fanning befindet sich derzeit in Gesprächen mit den großen Plattenfirmen, um sie vom Sinn seiner Technik zu überzeugen. Erfolgreich kann die Technik aber nur dann sein, wenn der äußerst unwahrscheinliche Fall eintritt, dass alle bestehenden Tauschbörsen wie Kazaa und Co. sie auch einsetzen – sonst werden Nutzer wohl auf andere kostenlose Angebote ausweichen.