Studie: Internetnutzer zahlen ungern für Downloads
Befragt wurden hierfür 10.604 Internetnutzer aller Altersgruppen im Zeitraum von Dezember 2002 bis Februar 2003. Die Zahlungsbereitschaft für digitale Güter ist allerdings nicht generell schlecht: Auch wenn 15 Prozent der Internetnutzer ganz auf einen Download verzichten würden, sobald er kostenpflichtig ist, gebe es einige Bereiche, in denen Nutzer durchaus bereit sind, das Gut zu bezahlen. So würden drei von fünf Internetnutzern für heruntergeladene Software zahlen. Auf dem zweiten Platz landet der Online-Einkauf von Kino- und Konzertkarten. Diese würden rund 46 Prozent der Nutzer direkt aus dem Netz herunterladen. Jeder Dritte sei bereit, Musik kostenpflichtig aus dem Web zu beziehen.
Kaum Zahlungsbereitschaft zeigen die Befragten dafür für Webinhalte wie Zeitungsartikel oder Bilder: Nur 16 Prozent der Umfrageteilnehmer würden für Nachrichten im Web Geld ausgeben, 11 Prozent für Bilder. Nur jeder vierte Surfer ist bereit, für Downloads zu zahlen, ohne vorher nach kostenlosen Alternativen zu suchen.
Verantwortlich für die schlechte Zahlungsmoral sind laut den Ergebnissen der Studie vor allem die diversen Probleme, die beim Download auftreten können: Die Hälfte der Befragten schreckt vor fehlerhaften oder virenverseuchten Downloads, schwierigen Reklamationsmöglichkeiten und der mangelnden Vertrauenswürdigkeit der Anbieter zurück. Immerhin knapp 40 Prozent haben Angst vor Hackern oder schrecken vor der langen Downloadzeit zurück. Die Bezahlungsmodalitäten scheinen dafür kein wirklicher Hindernisgrund zu sein: Nur 17 Prozent der Internetnutzer gaben an, dass keine geeigneten Bezahlverfahren angeboten würden.
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