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Aus für Linux-PDA Zaurus in Deutschland

Sharp stellt Zaurus-Linie ein; keine neuen Geräte für deutschen Markt geplant

Wie Sharp gegenüber Golem.de mitteilte, wird die Linux-PDA-Serie Zaurus mit sofortiger Wirkung eingestellt und der Zaurus SL-5500 nicht weiter vertrieben. Damit sterben auch die Hoffnungen vieler Anwender, dass die mit einer recht großzügig dimensionierten Tastatur versehenen Zaurus-Modelle SL-C700, SL-C750 oder SL-C760 auf den deutschen Markt kommen werden.

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Sharp erklärte, man wolle sich mit den Zaurus-PDAs vorerst auf den japanischen Markt konzentrieren und dort entsprechend aktiv sein. Die Einstellung der Zaurus-Linie in Deutschland wurde mit einer schlechten Marktsituation hier zu Lande begründet. Viele ehemalige Psion-Nutzer hatten große Hoffnungen in Sharp gesetzt, dass der Hersteller die mit einer für mobile Einsätze ordentlichen Tastatur versehenen Zaurus-PDAs SL-C700, SL-C750 und SL-C760 nach Deutschland bringen werde. Durchaus möglich, dass Sharp die Nachfrage nach dem Zaurus-PDA hätte beflügeln können, wenn diese Tastatur-PDAs hier zu Lande auf den Markt gekommen wären.

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Branchenkenner sehen eine gehörige Mitschuld des Elektronikgiganten an der geringen Nachfrage nach dem Zaurus, waren doch die notwendigen Marketing-Aktivitäten seitens Sharp bei der Markteinführung des Geräts extrem gering. Vor allem unter der Prämisse, dass Sharp hiermit erstmals in den deutschen PDA-Markt eingestiegen ist und mit PalmOS und WindowsCE starke PDA-Plattformen als Konkurrenten vor sich hatte, hätten flankierende Werbemaßnahmen verstärkter stattfinden müssen. Experten vermuten auch, dass Sharp den Punkt "Linux-PDA" zu wenig in die Öffentlichkeit getragen hatte und diesen Umstand stattdessen quasi verheimlicht hatte - so fanden sich entsprechende Hinweise auf der Packung nur im Kleingedruckten.

Nach dem Zaurus stirbt damit schon der zweite Linux-PDA einen nicht gerade heldenhaften Tod auf dem deutschen Markt. Als erstes Opfer verschwand der erste in Deutschland erschienene Linux-PDA VR3 im März 2002 durch die Auflösung der Firma Agenda vom hiesigen Markt. Damit verbleibt der Linux-PDA Yopy von G.Mate auf dem deutschen Markt, wobei das Gerät nur über einen österreichischen Ditributor angeboten wird und im stationären Handel kaum zu finden ist. Das gleiche Schicksal trifft auch den Linux-PDA Filewalker von Invair Technologies, den man ebenfalls nicht in den Regalen entdecken kann, was auch für das später erschienene Linux-Smartphone Filewalker Messenger gilt. Der Grund liegt darin, dass Invair Technologies ausschließlich Firmenkunden bestückt und somit im Einzelhandel nicht präsent ist.

In Anbetracht der Einstellung der Zaurus-Linie erklärte das Opie-Team, dass das Projekt zusammen mit dem OpenZaurus/OpenEmbedded-Team weiterhin Support für die Plattform anbieten will. So sollen zukünftig aktuelle Versionen des Betriebssystems mit OPIE als Oberfläche erscheinen. Das Open Palmtop Integrated Environment - kurz Opie - entstand aus der von TrollTech entwickelten Qtopia-Oberfläche und wird als Open-Source-Projekt weitergeführt. Dieses Embedded-Linux ist unter anderem für die iPAQ-PDAs von Hewlett-Packard, den Zaurus, das SimPad sowie das TuxPhone erhältlich. Weitere Informationen zu Opie findet man unter der URL www.opie.info.



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hgw 27. Nov 2004

hallo, habe einen ipaq 3660 mit opi. der läuft, aber ich bekomme keine kommunikation mit...

Otto d.O. 09. Jul 2003

Schön, dass es sie mittlerweile gibt. War anfangs aber nicht so. Und der erste Eindruck...

ip (Golem.de) 08. Jul 2003

entsprechende News dazu gibt es hier: Gruß, Ingo Pakalski Golem.de

Mobilix 08. Jul 2003

Ich denke Ihr habt da etwas übersehen: TRIsoft.de hat die EMV-Prüfung für den SL-C750...

tk 08. Jul 2003

glaube ich nicht. Da wird sich langsam Protest regen. Spätestens, wenn man es nicht mehr...


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