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NEC: 100-km-Glasfaserübertragung mit Quantenkryptografie

Einzel-Photon über 100 km herkömmliche Glasfaser-Leitung übertragen. NEC, die Telecommunications Advancement Organization of Japan (TAO) und die Japan Science and Technology Corporation (JST) haben die erfolgreiche Übertragung eines einzelnen Photons über 100 km Niedrigpreis-Glasfaser vermeldet. Dabei wurde ein Quantenkryptografiesystem eingesetzt, das eine sichere Datenübertragung ermöglichen soll.
/ Christian Klaß
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Das System besteht aus einen im Jahr 2002 gemeinsam von NEC und dem Imai Quantum Computation Information Project entwickelten "Low-Noise Photon Receiver" und einem von NEC und TAO entwickelten Hochleistungs-Sender mit Filter zur Reinigung des Einzel-Photon-Spektrums.

Die Hauptfunktionen des Systems beschreibt NEC wie folgt: Die genutzte Glasfaserleitung hatte den gleichen Übertragungsverlust und die gleiche Streuung wie aktuell genutzte Glasfaserkabel. Die Übertragungstechnik kann also für konventionelle Infrastrukturen genutzt werden, lediglich Empfänger und Sender müssten demnach ausgetauscht werden. Beim neuartigen Empfänger soll eine 50fache Verbesserung des Rauschabstandes erzielt werden – so dass mit besserer Glasfaserqualität, also bei weniger Verlust und Streuung, bis zu 200 km erreicht werden könnten, erwarten die NEC-Forscher.

Das entwickelte Übertragungssystem soll in optischen Großstadt-Netzwerken per Quantenkryptografie verschlüsselte Übertragungen ermöglichen. NEC erwartet, dass man damit der Realisierung eines sicheren optischen Netzwerks näher kommt, das dank weiter entwickelter Verschlüsselungstechnik deutlich höheren Sicherheitsanforderungen gegen Eindringlinge und Abhörende gerecht werde. Die Zusammenarbeit von NEC und TAO ist entsprechend nicht nur auf die Entwicklung von Quanten-Kryptografie-Systemen, sondern ihrer Anwendung auf Stadtnetze zentriert.


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