Abo
  • Services:
Anzeige

FSF Europe: VSI-Studie mit gravierenden fachlichen Mängeln

Studie zu Rechtsfragen freier Software zeigt nur oberflächliches Verständnis

Auch die Free Software Foundation Europe übt scharfe Kritik an der im Auftrag des Verbandes der deutschen Softwareindustrie (VSI) durchgeführten Studie zu rechtlichen Fragen freier Software. Diese weise zum Teil erhebliche fachliche Mängel auf.

Anzeige

So setze die Studie - die im Wesentlichen den 1998 für freie Software vorgeschlagenen Marketingbegriff "Open Source" verwendet - in großen Teilen freie Software gleich mit ihrer meistverwandten Lizenz, der GNU General Public License (GPL). Auf dieser Basis würden dann unzulässige Verallgemeinerungen von Eigenschaften der GPL für freie Software getroffen. Auch in Bezug auf die aufgeführten und betrachteten Lizenzen sei sehr nachlässig gearbeitet worden. So werden Lizenzen für Software und Dokumentation vermengt und beispielsweise die proprietäre Lizenz "Sun Community Source License" (SCSL) fälschlicherweise als anerkannte Lizenz freier Software bezeichnet.

Über die GNU General Public License (GPL), der die Studie die größte Aufmerksamkeit schenkt, wird zudem behauptet, sie basiere auf US-amerikanischem Urheberrecht, obwohl sich durch Recherchen schnell herausfinden lasse, dass sie mit Blick auf die Urheberrechts-Konvention von Bern geschrieben wurde, um globale Wirksamkeit zu erlangen, so die FSF Europe. Noch schwerwiegender sei es, freie Software mit Copyleft gleichzusetzen, wie es die Studie beispielsweise auf Seite 14, Absatz 3 tue, und bei den Lizenztypen die nicht-schützenden Freie-Software-Lizenzen wie z.B. BSD vollständig zu vernachlässigen.

Die Aussage, eine Dual-Lizenzierung mit der GPL sei nicht möglich, wie sie auf Seite 17 gemacht wird, scheint nicht haltbar, da dem Urheber keine Auflagen durch Lizenzierung unter der GPL entstehen.

Bei der "Abgrenzung zu anderen Formen" verliere die Studie schließlich endgültig den Überblick. So wird von "GPL bzw. Open Source Software" im Gegensatz zu Public Domain gesprochen, obwohl Public Domain ein Teil der freien Software sei und Freeware mit freier Software übersetzt, obwohl sich der englische Begriff historisch auf den Preis, der deutsche jedoch sprachlich eindeutig auf die Freiheit beziehe.

FSF Europe: VSI-Studie mit gravierenden fachlichen Mängeln 

eye home zur Startseite
Nicht Kunde 11. Jul 2003

Das gibt es aber fast nur bei geschäftlicher Software und hat was mit der Haftung zu...

Kunde 04. Jul 2003

Wenn man einige Lizenzen wirklich genau liest (siehe SAP und Lexware), stellt man fest...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg, Altenholz bei Kiel
  2. HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  3. Remira GmbH, Bochum
  4. Ratbacher GmbH, Raum Würzburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. (u. a. Game of Thrones, The Big Bang Theory)

Folgen Sie uns
       

  1. Windows 10

    Microsoft will auf Zwangsupdates verzichten

  2. Brio 4K Streaming Edition

    Logitech-Kamera für Lets-Player und andere Streamer

  3. Vor Bundestagswahl

    Facebook löscht Zehntausende Spammer-Konten

  4. Bilderkennung von Google

    Erste Hinweise auf Lens in der Google-App

  5. Open Source

    Node.js-Führung zerstreitet sich über Code-of-Conduct

  6. Enigma ICO

    Kryptowährungshacker erbeuten halbe Million US-Dollar

  7. SNES Classic Mini

    Mario, Link und Samus machen den Moonwalk

  8. Bixby

    Samsungs Sprachassistent kommt auf Englisch nach Deutschland

  9. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL-Lizenzwechsel führt zu Code-Entfernungen

  10. Knights Mill

    Intels Xeon Phi hat 72 Kerne und etwas Netburst



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nach Anschlag in Charlottesville: Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
Nach Anschlag in Charlottesville
Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
  1. Bundesinnenministerium Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro
  2. EU-Transparenz EuGH bekräftigt nachträglichen Zugang zu Gerichtsakten
  3. Rücknahmepflicht Elektronikschrott wird kaum zurückgegeben

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  2. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte
  3. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100

Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

  1. Re: Keine Windows-Partition möglich

    Steffo | 20:53

  2. Re: Ich habe dutzende solcher gefälschten Konten...

    ElMario | 20:52

  3. Re: Sprache der Spiele

    Tigtor | 20:50

  4. Re: Schwierigkeit aufgeweicht

    Tigtor | 20:48

  5. Re: Nachtrag

    Muskelkater | 20:47


  1. 18:04

  2. 17:49

  3. 16:30

  4. 16:01

  5. 15:54

  6. 14:54

  7. 14:42

  8. 14:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel