Internet-Auktionen: 16-Jähriger betrog mit Angeboten
In seinen Angeboten versuchte der 16-Jährige nach Polizeiangaben, den Eindruck eines Versandhandelunternehmens zu erzeugen. Er bot auch auf Wunsch das Erstellen von Rechnungen an, versprach Garantiezeiten von bis zu zwei Jahren und eine Lieferfrist von 5 bis 15 Tagen. Er verpflichtete sich sogar, bei Nichteinhaltung der Lieferfrist den Geldbetrag zurückzuerstatten. Die langen Lieferfristen begründete er mit angeblichen 100 bis 300 Bestellungen pro Tag.
Als weitere Ausrede für die Nichtlieferung der ersteigerten Produkte benutzte der mutmaßliche Täter in einigen Fällen gar die Hochwasserkatastrophe 2002. Er gab an, dass sein Wohnort in den Fluten stehen würde und er deshalb keine Postpakete versenden könne. Nach Auktionsende vereinbarte er mit den Höchstbietern Vorkassenzahlungen. Eine Lieferung der Ware erfolgte dann aber nicht.
Nach Abschluss der Ermittlungen konnten 104 Straftaten mit einem Schaden von insgesamt 7.111,- Euro aufgeklärt werden. Die Ermittler gehen auf Grund der eingestellten Auktionsangebote von einer viel höheren Anzahl von Geschädigten aus, welche aber von sich aus keine Anzeige erstattet haben, da der jeweilige Schaden nicht sehr hoch war.
Gegen den Beschuldigten wurde ein Haftbefehl erlassen, welcher unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.



