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Linux-Verband kritisiert VSI-Studie zu Open Source

VSI-Studie offenbare gravierende Wissensmängel

Als einseitig interessengeleitet hat der LIVE Linux-Verband die vom Verband der Software-Industrie Deutschlands (VSI) vorgelegte Studie zu der vorgeblichen Rechtsunsicherheit von freier Software bezeichnet. "Erneut hat sich der VSI einseitig auf die von Microsoft vorgegebene Argumentationslinie gegen die unliebsame Konkurrenz eingelassen, anstatt sich ernsthaft und sachgerecht mit dem Thema freier Software auseinander zu setzen", so Thomas Uhl, Vorsitzender des LIVE in einer ersten Stellungnahme.

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Zwar komme die Studie selbst zu einem wesentlich differenzierteren Ergebnis als die auf die Freie-Software-kritische Aussage verkürzte Darstellung seitens des VSI, jedoch fehle es bereits in dem Text ganz offensichtlich an der notwendigen Objektivität und er offenbare gravierende Wissensmängel, so der Linux-Verband.

"Inhaltlich ist die Studie in vielen Punkten sachlich falsch", betont Thomas Uhl. "Beispielsweise erlaubt die GPL-Lizenz entgegen den Behauptungen in der Studie selbstverständlich die entgeltliche Weitergabe der Software (S. 48) - darauf basiert ja immerhin das Geschäftsmodell der Linux-Distributoren und Dienstleister - und auch die so genannte Duallizenzierung ist nicht nur möglich, sondern auch gängige Praxis".

Insgesamt ließe die Studie den Schluss zu, dass sich die Autoren nur oberflächlich mit dem Thema auseinander gesetzt haben. "In weiten Teilen werden verschiedene Lizenzformen vermischt und teilweise wird freie Software fälschlicherweise mit der GPL-Lizenz gleichgesetzt."

Auch weise die Wortwahl der Studie auffällige Parallelen zu früheren Statements des Microsoft-Managements auf, so LIVE weiter. Es sei bedauerlich, so Thomas Uhl, dass sich der VSI erneut derartig einseitig positioniert hat. "Damit schadet der VSI seinem Ansehen und stellt seinen Anspruch, die Software-Industrie in Deutschland zu vertreten, in Frage". Vor allem nachdem es einige vielversprechende Kontakte zwischen LIVE und VSI gegeben habe, sei man enttäuscht, dass der VSI sich wieder auf die Seite Microsofts schlage.

"Wäre es darum gegangen, die VSI-Mitglieder über die juristischen Aspekte des Umgangs mit freier Software aufzuklären, wäre es sinnvoll gewesen, wenn sich der VSI an jemanden gewandt hätte, der sich mit dem Thema auskennt", so Uhl unter Hinweis auf die Arbeiten des ifrOSS.

Der Verband kündigte zudem an, in Kürze eine ausführliche juristische Richtigstellung zu der VSI-Studie zu veröffentlichen.


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Jensemann 06. Jul 2003

Mir fällt da auch Anhieb auch noch Corel mit ihren, sich ständig ändernden Draw Format...

wunderkind 05. Jul 2003

also .swf ist offen. http://openswf.org

irata 04. Jul 2003

Da geb ich dir vollkommen recht. Nur ist gerade Microsoft das leuchtende Beispiel...

Michl 04. Jul 2003

... nimmt sich ein fundierter Verband dieser undankbaren, aber sehr nötigen Arbeit an...

orko 03. Jul 2003

An alle firmen die ihre formate nicht so offen gestalten, das man problemlos einen import...



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