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Free Software Foundation kritisiert SCO

Eben Moglen nimmt Stellung zu SCOs Vorwürfen gegen freie Software

Im Streit zwischen SCO und IBM meldet sich nun auch die Free Software Foundation in Person von Eben Moglen zu Wort. Zwar wolle er das eigentliche Verfahren mangels valider Informationen nicht kommentieren. Einige Aussagen von SCO-Sprechern hätten aber die Legitimität freier Software in Frage gestellt, "diese Aussagen erfordern eine Antwort", so Moglen.

Dabei kritisiert Moglen SCOs irritierende Aussagen bezüglich "Linux", die SCO auf die gesamte freie Software beziehe. Moglen weist einmal mehr darauf hin, dass Linux nur der Kernel sei, der zusammen mit dem Betriebssystem GNU eine weite Verbreitung gefunden hat. GNU wiederum wurde von der FSF entwickelt und unterliegt damit auch den Urheberrechten der FSF.

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Sollte SCO nun auf der einen Seite eigenen Code in Linux, dem Kernel, identifiziert haben, so gäbe es keinen Grund, Unternehmen vor der Verwendung freier Software zu warnen. Auf der anderen Seite, sollte SCO der Meinung sein, GNU enthalte Code von SCO, so sei dies mit Sicherheit falsch. Schließlich verlangt die FSF von ihren Entwicklern, keine Non-Disclosure Agreements (NDAs) bezüglich technischer Informationen zu unterzeichnen, die in Zusammenhang mit ihrer Arbeit an freier Software stehen oder nicht freie Quelltexte in GNU-Programme einfließen zu lassen.

Bislang habe die FSF keinen Grund zu der Annahme, das GNU irgendwelche Materialien enthalte, auf die sich SCOs Ansprüche oder Ansprüche anderer beziehen könnten. Zwar könnten Entwickler die Herkunft des von ihnen eingebrachten Quelltextes bewusst gefälscht haben, doch sei dies weder bisher vorgekommen, noch gebe es entsprechende Anzeichen. Auch sei die FSF bislang nicht rechtlich angegangen worden.

Darüber hinaus gebe es klare rechtliche Gründe, warum SCOs Behauptungen haltlos seien. In Bezug auf SCOs Behauptungen, IBM habe Verträge gebrochen und Geschäftsgeheimnisse verraten, merkt Moglen an, das SCO selbst jahrelang den Linux-Kernel als Teil des freien Betriebssystems GNU/Linux vertrieben habe. Diese Systeme seien von SCO vollkommen konform der GPL samt Quelltexten vertrieben worden.

Damit habe SCO wiederholt die Materialien, von denen SCO heute behauptet, es seien Geschäftsgeheimnisse, im Rahmen seines Tagesgeschäfts veröffentlicht. Daher gebe es keinen Grund, diese Informationen, die SCO zum unbeschränkten Kopieren verteilt hat, als Geschäftsgeheimnisse zu betrachten.

Diese Tatsache stehe auch SCOs Aussagen entgegen, Linux verletze SCOs Urheberrechte. Daher seien SCOs öffentliche Aussagen bestenfalls irreführend und unverantwortlich. Moglen fordert SCO daher auf, seine Aussagen zu korrigieren und seine kommerzielle Auseinandersetzung mit IBM klar von den Verantwortlichkeiten der Entwickler freier Software abzugrenzen.

Eben Moglen ist allgemeiner Berater der FSF und Professor für Recht und Rechtsgeschichte an der Columbia Law School.


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Marque 04. Jul 2003

Doch, haben sie. Der Zweck war, zu zeigen, dass ein Umstieg von Unix nach Windows...

Michael 04. Jul 2003

*würg* Wer hat eigentlich die UNIX-Prüfung bezahlt? Doch nicht etwa Microsoft?!

Marque 04. Jul 2003

Ist aber so. GNU hat auch einen eigenen Kernel, der HURD heißt (und entgegen aller...

Evil Azrael 30. Jun 2003

ich wusste gar nicht, das gnu ein betriebssystem ist . dann bräuchte man linux ja gar...

Albert Ruhetal 30. Jun 2003

Na klar werden die sich hüten, die FSF oder auch nur GNU anzugreifen. Das Build-System...



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