Microsoft muss Suns Java doch nicht in Windows integrieren
Allerdings liefert Microsoft sein aktuelles Betriebssystem Windows XP schon ohne seine eigene Microsoft Java Virtual Machine (MSJVM) aus, so dass das Urteil zu Ungunsten von Sun ausgegangen ist. Immerhin hatte Sun gehofft, seine eigene Java-Version über Windows verbreiten zu können, was nun nach Entscheid der Richter nicht geschehen wird.
Lee Patch, Suns Vizepräsident für Rechtsfragen, zeigte sich in einer Pressemitteilung zum Gerichtsurteil einerseits enttäuscht, dass die im Dezember 2002 in Kraft getretene einstweilige Verfügung zur Java-Auslieferungs-Pflicht nun aufgehoben wurde. Andererseits wertete er es als Erfolg, dass das Berufungsgericht die Ermittlung des Bezirksgerichts akzeptiert habe, denen zufolge Microsoft wettbewerbswidrige Handlungen begehe.
Ein Ende des seit März 2002 laufenden, durch Sun angestrengten Rechtsstreits scheint sich noch nicht abzuzeichnen. Nun muss sich wieder der Richter J. Frederick Motz vom US-Bezirksgericht in Baltimore mit dem Fall befassen, der bereits die einstweiligen Verfügungen gegen Microsoft erließ.
In seiner Klage wirft Sun Microsoft konkret vor, die Java-Plattform zerstückelt und den Markt mit inkompatiblen Java Runtime Environments überflutet zu haben. Zudem habe Microsoft andere Unternehmen gezwungen, Produkte, die inkompatibel mit Java sind, zu vertreiben oder zu nutzen.
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