SOAP Version 1.2 als Recommendation verabschiedet
SOAP Version 1.2 wurde von der XML Protocol Working Group des W3C mit dem Ziel entwickelt, den Austausch von Daten mit zwei oder mehr Knoten in einer verteilten Umgebung via XML miteinander kommunizieren zu lassen. Die vorgelegte Lösung soll eine schichtbasierte Architektur auf Basis eines einfachen und erweiterbaren Nachrichten-Formats erlauben.
Dabei enthält SOAP Version 1.2 mit dem Primer(öffnet im neuen Fenster) ein einfaches und verständliches Tutorial, das die Funktionen der Spezifikation mit Beispielen und Links beschreibt. Die SOAP-Version-1.2-Spezifikation selbst besteht aus einem Messaging Framework und Zusätzen. Dabei umfasst das SOAP Version 1.2 Messaging Framework(öffnet im neuen Fenster) ein Modell zur Verarbeitung und Erstellung von SOAP-Nachrichten, einen erweiterbaren Rahmen, der es Entwicklern erlaubt, Erweiterungen sowohl innerhalb als auch außerhalb des SOAP-Envelope (Umschlag) zu integrieren. Hinzu kommt eine Protokoll-Bindung, die die Anbindung an zu Grunde liegende Protokolle wie HTTP regelt.
Die SOAP Version 1.2 Adjuncts(öffnet im neuen Fenster) vervollständigen die Spezifikation und enthalten Regeln zur Repräsentation von Remote Procedure Calls (RPCs), zur Kodierung von SOAP-Nachrichten, zur Beschreibung von SOAP-Funktionen und-Bindungen. Auch eine Standard-Bindung an HTTP ist enthalten.
Um die Implementierung von SOAP-Prozessoren zu vereinfachen liefert das W3C eine Reihe von Tests(öffnet im neuen Fenster) mit.
Über die in der Working Group Charter festgelegten Anforderungen an SOAP Version 1.2 ist die neue Spezifikation so ausgelegt, dass eine nahtlose Integration mit weiteren XML-Technologien des W3C möglich werden soll, darunter XML Schema und Namespaces in XML. Gegenüber SOAP 1.1 wartet SOAP Version 1.2 mit einem überarbeiteten Verarbeitungsmodell auf, das einige der Unklarheiten von SOAP 1.1 beseitigen soll. Darüber hinaus verfügt SOAP Version 1.2 über verbesserte Fehlermeldungen.