Infineon: Internet, Telefon und analoges TV in einer Leitung

Triport-BIDI arbeitet auf Glasfaserbasis

Durch das optische Modul Triport-BIDI von Infineon sollen analoges Fernsehen, Telefonie und Hochgeschwindigkeits-Internet über eine einzige Glasfaser übertragen werden können. Bislang werden hiesige Haushalte in der Regel über zwei getrennte Netze mit diesen Diensten versorgt, Kupferkabel dienen dem Telefonieren und Internet-Surfen, ein separates Koaxial-Kabel bringt das analoge Fernsehen ins Haus.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Infineon-Komponente Triport-BIDI soll nun die Verbindung von herkömmlichen analogen Fernsehsignalen und digitalen Kommunikationsdaten auf einer einzigen Glasfaser schaffen. Entlang von Hauptstraßen und Bahntrassen befinden sich bereits vielerorts Hauptleitungen aus Glasfaser, die zu den Häusern verzweigt werden können.

Stellenmarkt
  1. Senior Architect Microsoft Azure (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) Backofenelektronik / Home Connect
    BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
Detailsuche

Der Transport digitaler Daten soll mit Infineons Triport-BIDI in beide Richtungen gleichzeitig über eine einzige Faser laufen, zusätzlich werden analoge Fernsehsignale über die gleiche Faser gesendet, diese aber naturgemäß nur in Richtung zum Endanwender. Für künftiges interaktives Fernsehen erfolge die Übertragung von Kundendaten und -wünschen auf digitalem Weg, so der Hersteller. Durch die Verwendung unterschiedlicher Wellenlängen (Farben) des Laserlichts werde sichergestellt, dass digitale und analoge Signale bei der Übermittlung getrennt bleiben.

Der große Vorteil für den Serviceanbieter liegt in den Ersparnissen bei der Kabelverlegung und der Wartung des Netzwerkes, da nur noch eine Glasfaser für drei Anwendungen nötig ist. Das wäre insbesondere bei der Installation von Netzen in neu erschlossenen Gebieten und beim Ersatz veralteter Netzwerke von großer Bedeutung. Basierend auf Kundeninformationen geht Infineon davon aus, dass die Anzahl weltweit betroffener Haushalte von 10.000 im Jahr 2003 auf über 1 Million im Jahr 2005 ansteigen wird. Das Triport-BIDI-Modul enthält in einem kleinen Metallgehäuse drei Dioden: eine Laser-Diode zum Senden sowie zwei Foto-Dioden für den Empfang. Das Triport-BIDI arbeitet bei Temperaturen von -40 bis +85 Grad Celsius. Die Datenrate der digitalen Übertragung beträgt beim Senden und Empfangen bis zu 1,25 GBit/s. In passiven optischen Netzen (PON) teilen sich etwa 16 bis 32 Teilnehmer diese Bandbreite, die für jeden einzelnen Teilnehmer im Durchschnitt dennoch um Größenordnungen höher ist als z.B. bei ADSL mit einer maximalen Downloadrate von 768 kbit/s.

Die Infineon-Lösung soll vorrangig in Netzwerken eingesetzt werden, in denen die Glasfaser vom regionalen Stadtnetz bis an die Hausanschlüsse reicht. Bei Kupferdraht-Anschlüssen im Haushalt fließen die digitalen Daten und die analogen Signale weiterhin auf zwei Kabeln.

Golem Akademie
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Triport-BIDI mit einer Reichweite von bis zu 20 km wurde entsprechend den Standards FSAN (Full Service Access Network) und BPON (Broadband Passive Optical Networks) entwickelt. Der Triport-BIDI definiert die Wellenlängen zur Übertragung als 1310 nm (Sender), 1490 nm (Empfänger digitaler Daten) sowie 1555 nm (Empfänger analoger Signale). Außerdem werden von Infineon sowohl Triport-BIDIs für die neuen PON-Standards wie z.B. GPON (Gigabit PON) angeboten als auch kundenspezifische Versionen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ViiJay 01. Jul 2003

Grüße Dich Norbert, nun die Geschichte hört sich zwar abenteuerlich an, aber ich glaube...

Norbert 01. Jul 2003

Davon kann ich ein Lied singen. Als wir 1996 unser Haus gebaut haben, wurde die ganze...

cattac 25. Jun 2003

Na das wäre doch auch was... Dann hätte man keine Probleme mehr mit Glasfaser und könnte...

ViiJay 25. Jun 2003

Bisher war es so, dass die Kunden, die Glasfaser bis ins Haus gelegt bekommen haben, ja...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Hosting
Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten

Die Server aus seiner Auktion kann der Hoster Hetzner offenbar nicht kostendeckend betreiben. Das könnte die ganze Branche betreffen.

Hosting: Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten
Artikel
  1. Musterfeststellungsklage: Parship kann eine Kündigungswelle erwarten
    Musterfeststellungsklage
    Parship kann eine Kündigungswelle erwarten

    Die Verbraucherzentrale ruft zur Kündigung bei Parship und zur Teilnahme an einer Musterfeststellungsklage auf. Doch laut Betreiber PE Digital ist das aussichtslos.

  2. Elektroauto: Britisches Startup entwickelt elektrisches Schwerfahrzeug
    Elektroauto
    Britisches Startup entwickelt elektrisches Schwerfahrzeug

    Der Unimog bekommt einen elektrischen Nachfolger: den sechsrädrigen Scarab.

  3. Garmin Fenix 7 im Test: Outdoor-Wearable mit fast allem Drin und Dran
    Garmin Fenix 7 im Test
    Outdoor-Wearable mit fast allem Drin und Dran

    Eine weitere Funktionslücke ist geschlossen: Nun hat auch die Garmin Fenix 7 einen Touchscreen - und noch mehr Akkulaufzeit.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Alternate (u.a. Razer Gaming-Maus 39,99€) • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Thrustmaster Ferrari Lenkrad 349,99€ • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ • MS 365 Family 54,99€ [Werbung]
    •  /