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MacOS X 10.3 alias Panther von Apple angekündigt

MacOS X mit neuem Finder und Messaging-Lösung iChat AV für Videokonferenzen. Auf der Worldwide Developer's Conference in San Francisco präsentiert Apple die kommende MacOS-X-Version, die unter dem Codenamen Panther firmiert. MacOS X 10.3 soll Ende des Jahres auf den Markt kommen und wird Neuerungen und Veränderungen auch an den Kernkomponenten des Betriebssystems bringen.
/ Ingo Pakalski
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Als Neuerung integriert Apple in MacOS X 10.3 die Messaging-Software iChat AV mit Videokonferenz-Funktionen, um Vollbildvideos über Breitband zu übertragen und über ein 56K-Modem immerhin noch den Audioteil zu übermitteln. Die neue Applikation Font Book erlaubt die Verwaltung und Betrachtung von Fonts, wobei diese auch durchsucht werden können. Mit Hilfe der Funktion "Fast User Switching" können verschiedene Anwender einen Rechner nutzen, ohne dass dazu sämtliche Applikationen geschlossen werden müssen und man sich komplett ausloggen muss. Apple-CEO Steve Jobs gab auf seiner Keynote zu, dass man diese sinnvolle Funktion von Microsofts Windows XP abgeguckt, sie jedoch verbessert habe.

MacOS X 10.3 erhält einen überarbeiteten Finder, der häufig benutzte Verzeichnisse und Laufwerke in einem separaten Bereich zum bequemen Zugriff bereit hält. Zudem wurde eine Schnellsuche sowie das bequeme Browsen durch Mac-, Windows- und Unix-Datei-Server implementiert. So wurde ein IPSec-basiertes VPN für Microsoft- und Cisco-Netzwerke, ActiveDirectory-Unterstützung und SMB-basierte Home-Verzeichnisse auf Windows-Servern integriert. Außerdem wurde der Ausdruck auf Netzwerkdruckern aus dem Finder heraus überarbeitet. Die Funktion Exposé zeigt alle geöffneten Fenster in Miniatur-Ansicht, um so schnell einen Überblick aller geöffneten Applikationen zu erlangen. Zudem wurde endlich auch eine Funktion implementiert, um mit einem Klick alle Fenster zu verkleinern und freien Blick auf den Desktop zu erlangen.

Mit Hilfe von FileVault lässt sich der Inhalt eines Verzeichnisses auf Wunsch automatisch mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung vor unberechtigten Zugriffen schützen. Dabei werden Daten in Echtzeit ver- oder entschlüsselt, so dass der Nutzer keine Beeinträchtigung merken soll. Apple fügte dem Betriebssystem eine überarbeitete PDF-Anzeige-Software hinzu, die besonders schnell und zügig zu Werke gehen soll, wobei auch das PDF-Format 1.4 unterstützt wird. In einer Demonstration zeigte Steve Jobs während seiner Keynote, wie schnell der neue PDF-Viewer durch ein über 900 Seiten großes PDF-Dokument scrollte, ohne dabei ein Bild auszulassen oder einmal zu stocken: 7 Sekunden.

Die überarbeitete Mail-Applikation nutzt nun die Safari-Engine zur Anzeige von HTML-Mails, bietet Threads sowie eine verbesserte Drag-&-Drop-Unterstützung. Endlich unterstützt MacOS X direkt einen Fax-Versand, wobei dazu das Adressbuch des Systems verwendet wird und eine Fax-Deckblatt-Funktion bereitsteht. Für Filmemacher implementierte Apple den Pixlet-Codec, der zusammen mit Pixar entwickelt wurde und Videos in HD-Qualität ermöglichen soll. Dabei wird eine Wavelet-Kompression mit Einzelbildern genutzt, so dass die Daten einfach weiterverarbeitet werden können. Die Hardwareanforderungen beim Abspielen sind allerdings recht hoch, zur Kompressionsrate und den resultierenden Dateigrößen sagte Apple noch nichts.

Apple will MacOS X 10.3 Ende des Jahres zum Preis von 161,- Euro auf den Markt bringen.


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