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Linux im Wahlkampf: Microsoft fühlt sich angegriffen

Microsoft dürfe auch Linux in München installieren. Nach der Entscheidung des Münchner Stadtrats, 14.000 Verwaltungscomputer auf das Open-Source-Betriebssystem Linux umzustellen, wirbt die Münchner SPD-Landtagsabgeordnete Monica Lochner-Fischer auf einem Wahlplakat mit dem Slogan "Mehr Linux – mehr Freiheit".
/ Andreas Donath
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Die Firma Microsoft, die ihren Deutschlandsitz bei München hat und im Ringen um den Großauftrag unterlegen war, fühlt sich nach Angaben von Firmensprecher Hans-Jürgen Croissant "politisch angegriffen" . Croissant sagte dem Nachrichtenmagazin Focus: "Das ist, als würde man hier plakatieren: 'Kauft mehr DaimlerChrysler'. Unsere 1.100 Mitarbeiter, von denen viele im Wahlkreis von Frau Lochner-Fischer wohnen, werden damit im Grunde als unwillkommen hingestellt. Ich lade die Abgeordnete ein, uns zu besuchen und zu erklären, was sie gegen Microsoft hat" , so der Microsoft-Firmensprecher weiter.

Lochner-Fischer sagte Focus, sie wolle die Microsoft-Mitarbeiter "nicht persönlich angreifen" . "Die könnten sich aber schon mit ihrer Firma auseinander setzen, die sich in der Vergangenheit wenig offen gezeigt hat."

Auf der Website von Frau Lochner steht zu lesen:

"Die Entscheidung der Stadt München war also eine Entscheidung
für mehr Freiheit bei der Auswahl von Herstellern, Anbietern und Programmen
für mehr Arbeitsplätze und Arbeitsplatzsicherheit in München und Bayern
für mehr Wettbewerb auf dem Softwaremarkt."

Zudem könne sich auch Microsoft um den anstehenden Auftrag bewerben und das Konkurrenzprodukt Linux installieren, so die etwas hämische Abschlussbemerkung von Lochner-Fischer.


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