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Nintendo gewinnt Urheberrechtsstreit gegen Lik Sang (Update)

Laut Nintendos Anti-Raubkopie-Direktorin Jodi Daugherty wurden die Geräte in mindestens 30 Länder rund um die Welt versandt. Für das Jahr 2002 beziffert Nintendo den selbst und bei Partnern durch Raubkopien erlittenen Schaden auf 650 Millionen US-Dollar. Diese Zahl kann sich allerdings nur auf GBA-Produkte beziehen, denn Raubkopien für den Gamecube sind auf Grund des eigenen Laufwerks unseres Kenntnisstandes nach bisher nicht möglich.

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Von der ehemaligen Lik Sang International Geschäftsleitung gab es auf Anfrage von Golem.de noch keine Stellungnahme. Pacific Game Technology, die im November 2002 den Onlineshop von Lik Sang übernahmen, wollten zum Gerichtsverfahren und dem Urteil keinen Kommentar abgeben, da es sich einzig und allein um eine Angelegenheit von Lik Sang International handele.

Nachtrag vom 21. Juni 2003:
Alex Kampl erklärte gegenüber Golem.de in einer Stellungnahme, dass er gegen das Urteil bereits Berufung eingelegt habe. Bis jetzt habe es gar kein richtiges Verfahren gegeben, sondern nur ein Urteil im beschleunigten Verfahren - was nur bei trivialen Angelegenheiten üblich sei - durch einen in Urheberrechtsfragen gänzlich unerfahrenen Richter. Der Richter selbst habe bereits in der ersten Anhörung darauf hingewiesen, dass es bedauerlicherweise keinen Urheberrechtsexperten mehr gebe und dass er selbst das Urheberrecht von Hongkong sehr verwirrend finde, so der Lik-Sang-Mitgründer. Sonst wäre ihm aufgefallen, dass man sich auf ein Gesetz berief, das zwar eine Umgehung von Kopierschutzmechanismen verbiete, es jedoch - anders als es Nintendo im Verfahren behauptete - gar keinen Kopierschutz in den Speichermodulen vom Game Boy und Game Boy Advance geben würde. Nintendos Aussagen seien seitens des Richters nicht von unabhängigen Experten überprüft worden. Die vom Gericht gewählte Analogie, nach der man nicht die Drogensüchtigen (Raubkopierer), sondern die Drogendealer (Anbieter illegaler Hardware) erwischen wolle, bezeichnet Kampl als falsch: "Ich kann dieser Logik nicht folgen, müsste man dann nicht die Injektionsnadeln verkaufende Apotheke oder sogar den Hersteller des Behälters, in welchem die Drogen verkauft werden, verantwortlich machen?"

Zudem hätten ausgerechnet Nintendos Partner zu den interessiertesten Kunden für den Flash Advance Linker gehört: Der Hersteller, dessen Spiel Nintendo im Gericht zur Demonstration der von Lik Sang verkauften Technik heranzog, habe Hunderte von den Geräten bestellt, um damit Beta-Tests der entwickelten Software durchführen zu können. Gleiches gelte für viele der anderen zehn erfolgreichsten Publisher. Illegal sei an dem auch für legale Zwecke einsetzbaren Gerät nichts - es handle sich lediglich um ein Speicherkartenlaufwerk.

"Ich verstehe Nintendos Kampf gegen die Piraterie, aber ich glaube, dass sie auf die Falschen zielen. Mit digitalen Medien und dem Internet müssen die Publisher ihre Strategie ändern. Sie können nicht gegen den Fortschritt ankämpfen, ohne unsere ureigensten Rechte zu entfernen: Die Unschuldsvermutung und das Recht auf Sicherheitskopien. Nintendo muss nicht mehr beweisen, dass man ein Räuber ist, es wird angenommen, dass ihr alle es seid, wenn die technischen Hilfsmittel vorhanden sind", schloss Kampl seine Stellungnahme.

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Zoth-Ommog 23. Jun 2003

Entweder hab' ich auf Grund von Schlafmangel ernsthafte Probleme mit der deutschen...

Bibbl 23. Jun 2003

Bitte? Bei mir gehen alle meine NES Spiele noch. Ich spiele sie auch regelmässig. Hat...

p h o s m o 22. Jun 2003

;D Wesentlich mehr gesucht ist der Sinn Deiner Behauptung... ;D Es ist idiotisch alle...

Herbert 22. Jun 2003

Warum gibt Nintendo dann nicht lebenslange garantie, wenn das gesucht ist? Ausserdem...

bodybag 22. Jun 2003

das argument ist gesucht und das weisst du ganz genau


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