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Sun lässt Java und PHP enger zusammenrücken

J2SE, J2EE 1.5 und neue Java-Projekte angekündigt. Sun hat auf der JavaOne neue Produkte und Programme rund um Java vorgestellt, mit denen Sun die Zahl der Java-Entwickler von heute drei Millionen auf 10 Millionen steigern will. Wachstumspotenzial sieht Sun vor allem bei Entwicklern, die sich heute vorwiegend mit "weniger effizienten Plattformen wie Scriptsprachen" beschäftigen.
/ Jens Ihlenfeld
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Um dieses Wachstum zu erreichen, kündigte Sun den Start des Projekt Rave(öffnet im neuen Fenster) an, ein neues Werkzeug für Java im Unternehmensbereich, das im Herbst in einer Vorabversion erscheinen soll. Projekt Rave soll die Komplexität von Applikationen minimieren und Entwicklungszeiten verkürzen. Dabei soll Rave normale Java-Applikationen produzieren, aber die Brücke zu Tools von Drittanbeiter schlagen. Projekt Rave soll es unter anderem erlauben, User-Interfaces und Komponenten-Infrastrukturen per Drag and Drop, ein vereinfachtes Event-basiertes Entwicklungsmodell sowie vereinfachten Zugriff auf Web Services bieten.

Hinzu kommen die Java 2 Platform Standard Edition (J2SE) und Enterprise Edition (J2EE) in der Version 1.5 sowie ein neuer Scripting Java Specification Request (JSR 223), der eine Brücke zwischen Scriptsprachen wie PHP und Java schlagen soll. So wird Java 1.5 neue Funktionen für mehrschichtige Applikationen wie Metadaten als auch Unterstützung für neue XML-Standards, Scriptsprachen von Drittanbietern und neue Monitoring-Features bieten. Die Enterprise Edition soll zudem neue Spezifikationen wie JAX-RPC 2.0, EJB 3.0, JDBC 4.0 JAXB 2.0 und die JavaServer-Faces-Technologie unterstützen.

Zudem soll die kommende Version der Java-Plattform Scriptsprachen von Drittanbietern einschließlich PHP unterstützen. Mit JSR 223 soll eine Standard-Methode entwickelt werden, mit der aus Java auf Web-Applikationen zugegriffen werden kann, die nicht auf Java basieren. Darin soll beschrieben sein, wie eine Java-Klasse geschrieben sein muss, um von einer Scriptsprache aufgerufen zu werden, einschließlich Details zu Sicherheit, Ressourcen und Klassenlader. Dabei erhält Sun Unterstützung von Apple, Borland, Macromedia, MySQL, Oracle, Sun und Zend, die mit der Zend Engine den Kern von PHP entwickelt haben.

Mit dem Projekt Relator stellt Sun zudem ein neues Content Development Tool für die Java 2 Platform Mobile Edition (J2ME) in Aussicht, das Mitte 2004 erscheinen soll. Darüber hinaus bietet Sun mit dem Sun ONE Studio 5 Standard Edition eine neue Version seiner kommerziellen Entwicklungsumgebungen an, von der aber viele Neuerungen auch in der Open-Source-Variante NetBeans 3.5 zu finden sein sollen.


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