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Joltid PeerEnabler: Filesharing-Netz statt Download-Server

Kazaa-Gründer bietet Netzwerk zur kommerziellen Datendistribution

Der Mitbegründer des bekannten Kazaa-Netzwerks, der Schwede Niklas Zennström, will mit seiner neuen Firma Joltid Peer-to-Peer-Technik für Unternehmen interessanter machen: Die Software Joltit PeerEnabler erlaubt u.a. die sichere Software- und Videostream-Distribution, wobei sie dank des dahinter stehenden eigenen Filesharing-Netzwerks zentrale Download-Server entlastet und somit Kosten einsparen soll. Die Netzwerksoftware lässt sich in Web-Installer und auch in Webseiten integrieren.

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Laut Zennström soll PeerEnabler die größte und schnellste Distributionsplattform werden und nicht nur für Softwareentwickler und Inhalteanbieter, sondern auch für Internet Provider interessant sein, immerhin fungiere die Software dank ihrer Funktion auch als Load-Balancer. Für Internet Provider bietet Joltid zudem ein weiteres Produkt namens PeerCache an, das als verteilter Cache für Internetaufrufe dient.

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PeerEnabler-Beispielanwendungen könnten neben Web-Installern (einen für OpenOffice gibt es schon), Demo-Downloads oder Videostreams auch größere Bilder oder Banner von Webseiten sein. Allerdings ist - mit Ausnahme von Installationsroutinen mit integriertem PeerEnabler zum Download der benötigten Daten - auf Nutzerseite die Installation einer rund 400 KByte großen Datei vonnöten. Diese wird voraussichtlich eher über Webseiten zum Download angeboten, findet sich jedoch auf joltid.com - für Windows, FreeBSD und Linux.

Im Gegensatz zu Filesharing-Clients der "ersten Generation" soll der im Hintergrund laufende PeerEnabler nicht mit langen Wartezeiten bis zum Download-Start einhergehen, sondern wie ein FTP-Client gleich loslegen. Wie bei anderen Filesharing-Netzen wird dabei - sofern die entsprechende Datei bereits weit verbreitet ist - gleichzeitig von mehreren Quellen heruntergeladen. Die Download-Anbieter können dabei zudem einen Server einstellen, der einspringt, wenn die Download-Rate zu gering ist.

Um Missbrauch zu vermeiden, etwa durch gefälschte oder veränderte Daten, signiert PeerEnabler die Daten und überprüft sie auf Veränderungen. Nutzer mit installiertem PeerEnabler sollen ihrerseits geschützt werden, indem sie das Verhalten der Filesharing-Software kontrollieren können. Eigene Daten können Nutzer zwar nicht einstellen, sie profitieren lediglich von schnelleren Downloads. Spyware oder Werbesoftware soll nicht mit PeerEnabler gekoppelt sein, verspricht Joltid.

"Wir erwarten, dass PeerEnabler im Laufe der Zeit so weit verbreitet ist wie Kazaa. Im Prinzip errichten wir im Internet eine neue sichere Transportschicht, eine, die viel leistungsfähiger und skalierbarer als alles bisher Verfügbare ist", so Zennström in einer Pressemitteilung.

Unternehmen bietet Joltid ein "PeerEnabler Software Development Toolkit" zur Entwicklung an, wobei für die PeerEnabler-Verbreitung und die Übertragungsmenge im Netzwerk gezahlt werden muss. Da man jedoch rund 90 Prozent des Traffics auf den eigenen Servern reduziert, soll das System sehr attraktiv für Unternehmen mit großem Datenaufkommen sein.



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