Mobilfunkanbietern drohen wegen Gesundheitsdebatte Verluste

Strahlendebatte birgt hohe Umsatzrisiken

Eine Studie von Soreon Research analysiert die Auswirkungen der Debatte um Gefahren aus elektromagnetischer Strahlung auf die finanzielle Situation der Telekom-Betreiber. Dazu wurden drei verschiedene Szenarien untersucht, die die Auswirkungen auf die Handy-Branche zeigen sollen, wenn die Gesundheitsbedenken im unterschiedlichen Maße wachsen sollten.

Artikel veröffentlicht am ,

Im wahrscheinlichsten Szenario "Schleichende Angst" drohen den Betreibern durch die Angst der Handy-Nutzer vor Gesundheitsgefährdungen demnach dramatische Umsatzverluste bis 2006 von an die 2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von beinahe 8 Prozent. Das Szenario zeigt die Auswirkungen im Fall, dass gerade die uneinheitliche wissenschaftliche Bewertung der Elektrosmoggefahr schleichende Ängste der Handy-Nutzer schürt.

Stellenmarkt
  1. IT-Revisor (m/w/d)
    L-Bank, Karlsruhe
  2. Data Analyst (m/w/d) im Financial Advisory
    IVC Independent Valuation & Consulting AG, Essen
Detailsuche

Sollten sich gar medizinische Risiken wissenschaftlich erhärten, sind noch massivere Einschränkungen zu erwarten: Umsatzverluste von beinahe 4 Milliarden Euro und zusätzliche Kosten von rund 2,9 Milliarden Euro. Das Szenario "Massive Einschränkungen" zeigt die Auswirkungen im Falle einer wissenschaftlichen Erhärtung des gesundheitlichen Risikos.

Über ein Drittel der Mobiltelefonnutzer hat derzeit Bedenken bezüglich der Gesundheitsgefahren des Mobiltelefonierens. Die Angst vor Mobilfunksendemasten ist im Vergleich zu früheren Befragungen gestiegen und ist höher als die vor Endgeräten.

Die Betreiber erwarten jährliche Mehrkosten und Investitionen zwischen 60 Millionen Euro bis zu im schlimmsten Falle 750 Millionen Euro. Ursachen dieser Kosten sind zusätzliche Netzwerkinvestitionen im Falle einer Grenzwertsenkung sowie Folgekosten von Gerichtsentscheidungen zum Abbau bestehender Sendemasten aus baurechtlichen Gründen sowie Schadensersatzprozessen zu Immobilienwertverlusten.

Golem Akademie
  1. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Netzwerklieferanten und Festnetzbetreiber stehen nach den Studienergebnissen als Gewinner der Debatte fest. Netzwerklieferanten winken zusätzliche Umsätze von bis zu 8 Prozent auf Grund der durch eine mögliche Grenzwertsenkung erforderlichen hohen Anzahl zusätzlicher Sendemasten. Festnetzbetreiber gewinnen leicht durch den dann möglichen Trend "zurück zum Festnetz".

Für die Szenarien hat Soreon im April 2003 in einer telefonischen Repräsentativbefragung 300 Handynutzer in Deutschland ab 16 Jahre befragt. Zusätzlich hat Soreon über 50 Expertengespräche mit Mobilfunkbetreibern, Regierungsstellen, Rechtsexperten und Bürgerinitiativen geführt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Öko Willy... 10. Jun 2003

Öko-Funk Du Nasenbär ... "no more comment" ..

l33chy 10. Jun 2003

LOL - Öko-funk - LOL

Python 10. Jun 2003

schreib einfach ein par SMS (mehr) das reicht schon :o) hä?

Python 10. Jun 2003

Vielleicht ein Killerargument für UTMS: Es ist nicht gepulst und geht vielleicht als Öko...

Sparschwein 10. Jun 2003

Wenn die armen Mobilfunkbetreiber so leiden müssen, sollten wir Deutschen uns alle...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard

Rund 20 Milliarden US-Dollar haben die Aktien von Sony verloren. Nun hat der Konzern erstmals den Kauf von Activision Blizzard kommentiert.

Microsoft: Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard
Artikel
  1. Parallel Systems: Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge
    Parallel Systems
    Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge

    Das Startup Parallel Systems will konventionelle Züge durch modulare Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Energieversorgung ersetzen.

  2. Digitale-Dienste-Gesetz: Europaparlament will Nutzertracking stark einschränken
    Digitale-Dienste-Gesetz
    Europaparlament will Nutzertracking stark einschränken

    Das Europaparlament hat den Entwurf des Digitale-Dienste-Gesetzes verschärft. Ein Komplettverbot personalisierter Werbung soll es aber nicht geben.

  3. Jahresbilanz: Durch das Vodafone-Kabelnetz liefen 48 Exabyte
    Jahresbilanz
    Durch das Vodafone-Kabelnetz liefen 48 Exabyte

    Unser neues Leben spielt sich tagsüber bei Microsoft Teams ab. Dann verlagern sich die Datenströme in Richtung der Server von Netflix und Amazon.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Lenovo Laptops (u.a. 17,3" RTX3080 1.599€) • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /