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München: Microsoft legt nach

Grüne stehen zur Entscheidung für Linux. Nachdem die Münchner Stadtratsfraktionen von SPD und Grünen sich gestern beide dafür ausgesprochen haben, in Zukunft in der Münchner Verwaltung Linux als Client-Betriebssystem einzusetzen, was einer Vorentscheidung pro Linux gleichkommt, legte Microsoft nun noch einmal nach: Die Firma Microsoft Deutschland habe ihr Angebot an die Stadt München für ein neues Betriebssystem nochmals nachgebessert, heißt es von Seiten der Grünen-Stadtratsfraktion.
/ Jens Ihlenfeld
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Ein Schreiben an das Direktorium der Landeshauptstadt, das der Grünen-Fraktion vorliege, beziffere die zusätzlichen Einsparungen für die Stadt auf rund 7 Millionen Euro. Doch trotz des neuen Angebots wollen die Grünen an ihrer Entscheidung für Linux festhalten.

Grünen-Stadtrat Jens Mühlhaus äußerte unterdessen "Zweifel an der Seriosität derartiger Last-Minute-Angebote." Der Stadtrat sei gut beraten, seine Entscheidung für das neue Betriebssystem nicht auf dem Wege einer turbulenten Auktion, sondern mit Blick auf die langfristigen Konsequenzen zu treffen.

"Die strategische Entscheidung für Linux bleibt richtig, auch wenn Microsoft jetzt noch ein besseres Angebot vorgelegt hat. Langfristig wird es sich für die Stadt auszahlen, wenn sie sich jetzt von einem Anbieter befreit, der eine monopolartige Stellung einnimmt und diese offensiv verteidigt. Der Stadtrat sollte die Meldung über einen Microsoft-Geheimfonds für eine Anti-Linux-Geschäftspolitik nicht ignorieren. Es könnte sich herausstellen, dass es sich hierbei um illegale Praktiken handelt" , so Mühlhaus weiter.

Für München bleibe es die richtige Strategie, im IT-Bereich eine möglichst hohe Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern und Betriebssystemen anzustreben, was nur mit Open-Source-Software möglich sei.

Die endgültige Entscheidung fällt der Stadtrat am morgigen Mittwoch, dem 28. Mai 2003.


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