Abo
  • IT-Karriere:

Futuremark: 3DMark-03-Werte durch Nvidia-Treiber verfälscht

Patch verhindert 3DMark-03-Erkennung durch GeForceFX-Treiber

Nachdem Nvidias aktuelle GeForceFX-Treiber mit einer 30-prozentigen Leistungssteigerung im 3DMark 03 aufwarteten, hatten die US-Websites ExtremeTech und Beyond3D bei einer Analyse eigenartige Unstimmigkeiten und im sonst nicht sichtbaren Bereich der 3DMark-03-Szenerie auffällige Bildfehler entdeckt. Nachdem auch Golem.de daraufhin Futuremark und Nvidia kontaktiere, gab es nun zumindest von Futuremark eine interessante, für Nvidia allerdings blamable Antwort: Die Treiber würden den 3DMark 03 erkennen und mittels verschiedener Methoden das Ergebnis deutlich verfälschen, was in diesem Ausmaß bei der Konkurrenz nicht der Fall sei.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut Futuremarks Untersuchung habe man bei aktuellen Detonator-FX-Treiber mit den Versionsnummern 44.03 und 43.51 WHQL insgesamt acht verschiedene Methoden entdeckt, mit denen Nvidia aktiv die Benchmark-Ergebnisse verfälsche. So würden die Treiber schon den 3DMark-03-Ladebildschirm erkennen und danach das "back buffer clear"-Kommando ignorieren, um die Last des Benchmarks inkorrekt zu verringern. Wenn der Ladebildschirm in einer anderen Art und Weise gerendert werde, erkenne der Treiber den 3DMark 03 nicht mehr und führt das "back buffer clear"-Kommando wieder ordnungsgemäß aus.

Inhalt:
  1. Futuremark: 3DMark-03-Werte durch Nvidia-Treiber verfälscht
  2. Futuremark: 3DMark-03-Werte durch Nvidia-Treiber verfälscht

Doch die Erkennung endet nicht beim Ladebildschirm, sondern es werden bestimmte Vertex- und Pixel-Shader-Programme direkt erkannt und zur Laufzeit durch Nvidia-eigene, optimierte Versionen ausgetauscht, deren Ergebnis zwar nah dran am Original, jedoch eben nicht mit diesem identisch sein sollen. Auch ältere GeForceFX-Treiber sollen nicht frei von Tadel sein, jedoch nur einige der Betrugsmethoden nutzen.

Behindert man einige der potenziellen Erkennungs- und Cheatroutinen, würden die Ergebnisse mal mehr, mal weniger stark absinken, so Futuremark. Mittels verschiedener Techniken und minimaler Code-Veränderungen, die in der neuen 3DMark 03 Build 330 zu finden sind, könnten die bisher entdeckten fragwürdigen Nvidia-Treiberroutinen jedoch ausgetrickst werden. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache: Auf einem Futuremark-Testsystem mit GeForceFX 5900 Ultra und den Detonator-FX-44.03-Treibern sei man im 3DMark 03 Build 320 auf beachtliche 5.806 Punkte gekommen, mit der Build 330 nur auf 4.679 Punkte - das reale Ergebnis liegt also deutliche 24,1 Prozent unter dem offenbar verfälschten Wert.

In der Golem.de-Redaktion erzielten wir mit einer gerade zum Test verfügbaren GeForceFX-5900-Ultra-Referenzgrafikkarte bei 1.600 x 1.200 Bildpunkten mit 4-Sample-Anti-Aliasing anstelle von zuvor knapp über 2.300 nur noch rund 1.800 3DMark; das Ergebnis fällt also rund 22 Prozent geringer aus und bestätigt in etwa den von Futuremark erlebten Leistungseinbruch.

Futuremark: 3DMark-03-Werte durch Nvidia-Treiber verfälscht 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,00€ (Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a. AMD Ryzen 7 2700X für 284,00€, Lego Overwatch verschiedene Versionen ab 29,99€)
  3. 159,00€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. Angebote zu Kopfhörern, Bluetooth Boxen, Soundbars)

Amegon 18. Jun 2003

wenn man nvidia nciht mehr vertrauen kann, was vorher das schöne bei dne treibern war...

Churchy 02. Jun 2003

Es kann eigentlich nicht sein das das du bei ner Ti 4 24% zuwachs hast da sich die...

NS 31. Mai 2003

Ne auch schon bie ner GF 4 ti habs getestet da sind es halt "nur" 24 % ist in meinen...

Churchy 28. Mai 2003

aber nen richtigen benchmark schub merkste erst bei ner FX

Churchy 28. Mai 2003

Ne ein prog wird geladen und der treiber schaut ob das 3DMark logo da ist wenn nicht...


Folgen Sie uns
       


Mordhau Gameplay

Klirrende Klingen und packende Kämpfe mit bis zu 64 Spielern bietet das in einem mittelalterlichen Szenario angesiedelte Actionspiel Mordhau.

Mordhau Gameplay Video aufrufen
e.Go Life: Ein Auto, das lächelt
e.Go Life
Ein Auto, das lächelt

Das Auto ist zwar klein, bringt aber sogar gestandene Rennfahrer ins Schwärmen: Das Aachener Unternehmen e.Go Mobile hat seine ersten Elektroautos ausgeliefert. In einer Probefahrt erweist sich der Kleinwagen als sehr dynamisch.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
  3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /