Viele Firmen lesen Mitarbeiter-E-Mails mit
Nach der Capital-Umfrage ergibt sich ein erschreckendes Bild: Jeder zehnte Chef kontrolliert die E-Mails seiner Angestellten bzw. liest sie mit. Darüber hinaus gibt es mittlerweile ein breites Sortiment von Spionageprogrammen, die für den Mitarbeiter kaum erkennbar heimlich Meldung erstatteten, sobald ein Mitarbeiter seinen Rechner nutzt. Generell ist die Mehrzahl der befragten IT-Fachleute in Deutschland der Auffassung, dass Mitarbeiter mehr überwacht werden müssen. Sie stellen – nach den Computerviren, aber noch vor den Hackern – durch das unkontrollierte Downloaden und Versenden aller möglichen Dateien die größte Gefahr für firmeneigene Netzwerke dar, so wohl die gängige Meinung.
Da aber Online-Anwendungen wie E-Mail oder das World Wide Web für viele PC-Anwender fester Bestandteil des Alltags geworden sind, fordert der amerikanische Marketing-Professor A. Parasuramann von der Universität Miami, dass Mitarbeiter auch im Büro privat surfen dürfen sollten.
Laut Capital stellten er und sein Kollege Charles Colby in einer Studie mit 500 US-Angestellten fest, dass diejenigen Mitarbeiter, die tagsüber im Büro privat surfen dürfen, abends vor dem heimischen PC noch mehr Zeit mit beruflichen Dingen verbringen. Auch wenn das private Surfen danach für die Unternehmen eher ein lohnendes Investment darstellt, rät das Wirtschaftsmagazin zur Vorsicht: Um Ärger zu vermeiden, sollten Mitarbeiter die Firmenvorschriften beachten, vorsichtig sein und die Betriebsvereinbarungen lesen, falls es welche gibt.
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