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Neue ELSA GmbH sieht sich nicht in Gefahr (Update)

Verhandlungen mit privaten Investoren ziehen sich hin. Nachdem der WDR-Hörfunk Anfang der Woche über finanzielle Schwierigkeiten und verspätete Lohnzahlungen bei der neuen ELSA GmbH berichtete, relativierte dies der Marketingleiter des Unternehmens nun gegenüber Golem.de. Eine drohende Insolvenz gebe es trotz Liquiditätsproblemen nicht, so Bernd-Hendrik Nissing.
/ Christian Klaß
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Zwar würde tatsächlich auf die Zahlung des noch nicht genannten Hauptinvestors gewartet, man werde jedoch vermutlich schon nächste Woche Neuigkeiten zur mittelfristigen Finanzierung des Unternehmens vermelden können, so Nissing. In Bezug auf verspätete Lohnzahlungen gab Nissing an, dass dies bisher drei Monate lang und nur in Absprache mit der Belegschaft erfolgt sei.

Nissing wies darauf hin, dass Verhandlungen mit privaten Investoren immer etwas langwieriger seien. Seitens der Banken habe man wegen der Insolvenz der alten ELSA AG auf Grund des - in Hinsicht auf Kredite - "verbrannten" Namens nicht viel zu erwarten. Aus diesem Grunde sei es auch schwer, an offizielle Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen heranzukommen, da hier eine Bank mit involviert sei. Auch warte man auf Umsatzsteuerrückzahlungen seitens des Finanzamts.

Die geringen Mittel der Neuen ELSA GmbH führen dazu, dass der Hersteller seine Produkte nur in kleinen Stückzahlen liefern und die Nachfrage bei weitem nicht befriedigen könne, womit die Umsatz- und Absatzerwartungen gedrückt würden, klagte Nissing. ELSA-Grafikkarten sind deshalb zum Beispiel nur schwer im Handel zu bekommen, was sich in markt.golem.de recht gut beobachten lässt. Dennoch sehe man sich auf einem guten Weg zur mittel- und langfristigen Sicherung der Liquidität des Unternehmens.


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