SCO kündigt Austritt aus Linux-Verband an
Begründet wird der Austritt mit der Tatsache, dass die deutsche SCO Group nicht Mitglied in einem Verein sein wolle, in dem "man nicht gerne gesehen wird". Die deutsche SCO Group sei in die Aktivitäten ihrer amerikanischen Mutter nicht einbezogen und damit weder "autorisiert noch fachlich in der Lage", die in Frage stehenden Tatbestände zu kommentieren. Der Verband hatte SCO aufgefordert, seine Behauptungen, der Linux-Kernel würde unautorisierten Code von SCO enthalten, zu belegen.
Leider gehe Hans Bayer dabei in keiner Weise auf das Schreiben des LIVE-Vorstands ein, in dem die SCO Group aufgefordert wurde, zu prüfen, inwieweit sie momentan ihren Verpflichtungen aus der LIVE-Mitgliedschaft entsprechen kann, so der Verband in einer Stellungnahme zum Austritt SCOs. Es gebe in der Antwort kein Bekenntnis zum Satzungszweck (Erhaltung der freien Verfügbarkeit des Betriebssystems Linux) und auch keine Aussage darüber, was die SCO Group GmbH zurzeit tut, um "sich für die freie Verfügbarkeit von Linux als Basisbetriebssystem einzusetzen".
Hans Bayer betone vielmehr sein Vertrauen in den amerikanischen Mutterkonzern und sei überzeugt, dass der Konzern auch die volle Verantwortung übernehmen werde, sollten die bekannten Vorwürfe zu Unrecht erhoben worden sein. Er spricht dabei explizit von einer Vorverurteilung seines Unternehmens, so der Verband weiter.
"Wenn sich nicht neue Fakten ergeben, wird der Vorstand des Linux-Verbandes wohl nicht umhin kommen, auf der nächsten Vorstandssitzung am 5. Juni 2003 den SCO-Austritt mit sofortiger Wirkung zu akzeptieren."
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