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Comroad-Urteil: Haftung für Aktienkursverlust

Erfundene und falsche Unternehmenszahlen - Anleger entschädigt

Die ständige Veröffentlichung falscher Unternehmenszahlen führte bei Comroad, einem gefallenen Stern des Neuen Marktes, zu einer dauernden positiven Anlagestimmung. Das Landgericht Frankfurt (Main) hat nun in einem Urteil bestätigt, dass diese falschen Angaben Motiv für den Erwerb von Aktien waren. Der Verlust nach Offenlegung der Täuschung und damit einhergehendem Kursverfall kann deshalb wegen der sittenwidrigen Schädigung schadenersatzpflichtig sein. Mit dieser Begründung hat die 7. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Frankfurt am Main die Aktiengesellschaft zur Zahlung von 7.500 Euro an einen klagenden Anleger verurteilt.

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Im November 1999 wurden die aus einer Kapitalerhöhung stammenden Aktien der Beklagten Comroad AG erstmals im Neuen Markt gehandelt. In dem anlässlich der Emission herausgegebenen Verkaufsprospekt und Unternehmensbericht hieß es unter anderem, dass die Beklagte zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich umfassender Verkehrstelematik-Netzwerke und Anwendungen zähle und derzeit eine hervorragende Marktposition und Vorreiterrolle innehabe. Diese Angaben sind nach Feststellung des Gerichtes unrichtig. Ein Großteil der in der Bilanz für 1998 und ca. 98 Prozent der im Zwischenbericht für 1999 genannten Umsätze hatte es nicht gegeben.

Inhalt:
  1. Comroad-Urteil: Haftung für Aktienkursverlust
  2. Comroad-Urteil: Haftung für Aktienkursverlust

Ein Unternehmen in Hongkong, mit dem angeblich der größte Teil der "Umsätze" getätigt wurde, war schlicht frei erfunden. Während es in dem veröffentlichten Prüfungsergebnis des Wirtschaftsprüfers für den Abschluss 1998 noch heißt, dass ein Bilanzverlust eingetreten und der Fortbestand der Gesellschaft von der Zuführung liquider Mittel sowie der Verbesserung der Ertragskraft abhängig sei, wird in den Erläuterungen zum Zwischenbericht zum 31.8.99 angegeben, es sei eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr von 756 Prozent eingetreten, nach dem Verlust im Vorjahreszeitraum sei jetzt ein Gewinn erzielt worden. Nach Platzierung der Aktien ließ der Vorstand der Beklagten ständig Meldungen über steigende Umsätze und Gewinne sowie über Beteiligungen an anderen Unternehmen und über eingegangene Partnerschaften veröffentlichen. Die Meldungen zu Umsatz und Gewinn waren nach Feststellung des Gerichtes unzutreffend. In der nachfolgenden Zeit wurden in den Medien eine Vielzahl positiver Berichte über Comroad veröffentlicht.

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Comroad-Urteil: Haftung für Aktienkursverlust 
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