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Comroad-Urteil: Haftung für Aktienkursverlust

Der Ausgabekurs der Aktie betrug 20,50 Euro. In der Folgezeit stieg der Kurs bis Ende Februar auf ca. 64 Euro an, um dann im Frühjahr auf ca. 25 Euro zu fallen. Im Herbst erreichte der Kurs erneut den vorherigen Höchststand und fiel dann bis zum Jahresbeginn 2001 etwa auf den früheren Tiefstand von ca. 25 Euro ab. Nach einem Anstieg auf über 50 Euro Ende Januar 2001 fiel der Kurs, von kurzen Anstiegen unterbrochen, dann bis April 2001 auf unter 10 Euro. Ab Februar 2002 sank er auf ganz geringe Beträge, als die Presse begann, über den Verdacht fingierter Umsatzzahlen zu berichten. Der Kläger hat mehrfach Aktien der Beklagten erworben. Die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufspreis verlangte er von der Beklagten.

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Im Urteil heißt es: "Dem Kläger steht gegen die Beklagte ein Schadensersatzanspruch wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung in der geltend gemachten Höhe zu. Es steht nach freier Überzeugung der Kammer fest, dass das damalige Vorstandsmitglied der Beklagten durch Bilanzfälschungen, häufige falsche Ad-hoc-Meldungen und sonstige falschen Informationen positive Beurteilungen des Unternehmens hervorgerufen und dadurch eine Kaufstimmung erzeugt hat, die den Kläger dazu brachte, Geld für den Kauf ihrer Aktien auszugeben. Dafür spricht eine tatsächliche Vermutung".

Weiter heißt es: "Eine solche aus der hohen Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Geschehensablaufs herzuleitende Vermutung ist im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigen. Sie konnte von der Beklagten nicht erschüttert werden. Bei Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts wird nach ständiger Rechtsprechung vermutet, dass dieses die Einschätzung des Wertpapiers in Fachkreisen mitbestimmt, die wiederum Beurteilungen aussprechen und damit eine Anlagestimmung erzeugen, die Einfluss auf die Kaufentscheidung hat. Diese ursprünglich im Rahmen eines Anspruchs nach dem Börsengesetz entwickelte tatsächliche Vermutung gilt auch bei Ansprüchen aus unerlaubter Handlung, die aus dem Verkaufsprospekt und damit aus demselben Lebenssachverhalt hergeleitet werden."

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die unterlegene Partei kann innerhalb von einem Monat nach Zustellung des Urteils Berufung zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main einlegen.

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