Abo
  • Services:

EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Telekom

Telekom hat marktbeherrschende Stellung missbraucht

Die Europäische Kommission hat ein Bußgeld in Millionenhöhe gegen die Deutsche Telekom AG verhängt. Die Telekom habe ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht, indem sie unangemessene Preise im Ortsnetz verlangt hat. Die Kommission ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Preis, den die Telekom von den neuen Marktteilnehmern für den Vorleistungszugang zum Teilnehmeranschluss verlangt, höher liegt als der Preis, den Endkunden für den Festnetzanschluss an die Telekom zahlen müssen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Telekom behindere so den Markteintritt der Wettbewerber und reduziere für den Endverbraucher die Auswahl zwischen Anbietern von Telekommunikationsdiensten wie auch den Preiswettbewerb, so die Kommission. Dabei geht das Vorgehen der Kommission auf die Beschwerden zahlreicher Wettbewerber auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt zurück.

Stellenmarkt
  1. merlin.zwo IT Solutions GmbH & Co. KG, Eningen
  2. über duerenhoff GmbH, Mannheim

Auf Grund der Schwere und der Dauer des Missbrauchs hat die Kommission eine Geldbuße in Höhe von 12,6 Millionen Euro festgesetzt.

"Seit 1998 ist die Telekom gesetzlich verpflichtet, Wettbewerbern den Zugang zu ihren Ortsnetzen zu gewähren. Trotz dieser eindeutigen Verpflichtung kommt die Entbündelung der Ortsnetze bisher nur sehr schleppend voran und die Telekom bleibt mit Marktanteilen von rund 95 Prozent der marktbeherrschende Anbieter für den breitbandigen und den schmalbandigen Zugang auf der Endkundenebene. Viele neue Marktteilnehmer haben versucht, mit dem ehemaligen Monopolisten in Wettbewerb zu treten. Da die Vorleistungsentgelte der DT für den Ortsnetz-Zugang über den entsprechenden Endkundentarifen lagen, war bisher kein Wettbewerber in der Lage, einen bedeutenden Marktanteil zu erlangen", so EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti. Dies sei schädlich für Verbraucher, da der Wettbewerb zwischen Betreibern der beste Weg zu Preissenkungen ist, so Monti weiter.

Seit Anfang 2002 seien die Vorleistungsentgelte zwar niedriger als die Endkundenentgelte, jedoch sei die Differenz bis heute nicht ausreichend. Selbst nach der letzten Senkung der Vorleistungspreise durch die deutsche Regulierungsbehörde (RegTP), welche am 1. Mai 2003 in Kraft getreten ist, bestehe diese Preis-Kosten-Schere noch fort.

Der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) begrüßte die Entscheidung der Europäischen Kommission: "Die Telekom muss jetzt handeln. Solange der Mietpreis für die blanke Kupferleitung (Teilnehmeranschlussleitung - TAL) nicht in einem fairen Abstand zu den Endkundenpreisen der DTAG liegt, bleibt den Konkurrenten auf Dauer keine Chance im Wettbewerb. Seit Jahren haben wir bereits auf die bestehende Wettbewerbsverzerrung hingewiesen, die von der Regulierungsbehörde nicht beseitigt wurde", so VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 9,99€
  2. 59,99€
  3. 5€

Thypoon 22. Mai 2003

scheiß auf die kommision auf gut deutsch!!! immerhin haben die der telekom vorgeschrieben...

LamaiDama 22. Mai 2003

ich schlage vor dass du dich mit der EU und deren Vorgehensweise (auch bez. Kartellrecht...

c.b. 22. Mai 2003

...wäre gar nicht fremd. solche *kommisionen* gibt es schon..*g*. und nun auch noch die...

uzi 22. Mai 2003

mal abgesehen davon, dass die telekom in den letzten jahren gar keinen gewinn, sondern...

old ibm 22. Mai 2003

12 Millionen Euro. Da schlagen sich doch die Telekommanager vor lachen auf die Knie. Das...


Folgen Sie uns
       


Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018)

Wir haben uns auf dem Genfer Autosalon 2018 den C_Two von Rimac angesehen.

Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018) Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
Indiegames-Rundschau
Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Grafikwucht beim ganz großen Maus-Abenteuer oder lieber Simulationstiefe beim Mischen des Treibstoffs für den Trabbi? Wieder haben Fans von Indiegames die Qual der Wahl - wir stellen die interessantesten Neuheiten vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  2. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
  3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

Adblock Plus: Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern
Adblock Plus
Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern

Der Bundesgerichtshof hat im Streit um die Nutzung von Werbeblockern entschieden: Eyeo verstößt mit Adblock Plus gegen keine Gesetze. Axel Springer hat nach dem Urteil angekündigt, Verfassungsbeschwerde einreichen zu wollen.

  1. Urheberrecht Easylist muss Anti-Adblocker-Domain entfernen

Blue Byte: Auf dem Weg in schöner generierte Welten
Blue Byte
Auf dem Weg in schöner generierte Welten

Quo Vadis Gemeinsam mit der Universität Köln arbeitet Ubisoft Blue Byte an neuen Technologien für prozedural generierte Welten. Producer Marc Braun hat einige der neuen Ansätze vorgestellt.

  1. Influencer Fortnite schlägt Minecraft
  2. Politik in Games Zwischen Völkerfreundschaft und Präsidentenprügel
  3. Förderung Spielebranche will 50 Millionen Euro vom Steuerzahler

    •  /