Tauschbörsen wirklich der Grund für sinkende CD-Verkäufe?
Zur Analyse zog Moore 30 börsennotierte amerikanische Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, darunter Wal-Mart, Coca-Cola, AT & T und Kodak, heran. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Umsatzzahlen vieler dieser Unternehmen ähnlich oder sogar schlechter entwickeln als die der größten Plattenfirmen, wenn man den prozentualen Rückgang seit 2000 betrachtet.
Ein weiteres interessantes Ergebnis von Moores Untersuchungen: Zwar machen CD-Verkäufe knapp 96 Prozent des Umsatzes der RIAA aus, nichtsdestotrotz sind CDs aber nur zu knapp 70 Prozent für den Umsatzrückgang verantwortlich. Der Grund dafür sind ältere Tonträgerarten wie Kassetten oder Langspielplatten, die vor einigen Jahren noch signifikanten Absatz fanden, heute aber kaum noch verkauft werden und daher für einen Großteil des Umsatzrückgangs verantwortlich sind.
Moore weist ausdrücklich darauf hin, dass seine Untersuchungen keinerlei wissenschaftliche Ergebnisse liefern und zudem in analytischer Hinsicht einige Mängel aufweisen. Nichtsdestotrotz sieht er die von ihm ermittelten Zahlen als einen guten Hinweis dafür, dass die Piraterie nicht unbedingt den Hauptgrund für die Probleme der Musikindustrie darstellt – andere Branchen und Unternehmen wie etwa Kodak hätten mit größeren wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, ohne dass sie Tauschbörsen dafür verantwortlich machen könnten.
Die Untersuchung kann komplett unter www.boycott-riaa.com/analysis.php(öffnet im neuen Fenster) eingesehen werden.
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