Spieletest: Devastation - Shooter mit Unreal-Engine
Titel seit kurzem für PC erhältlich. Bei der Programmierung eines Ego-Shooters legen die Entwickler oft nur wenig Wert auf eine gute Hintergrundgeschichte. Devastation scheint da auf den ersten Blick keine Ausnahme von der Regel zu sein: Als rebellischer Widerstandskämpfer gegen die Schreckensherrschaft global operierender Wirtschaftskonzerne zu kämpfen ist nicht unbedingt ein neues und unverbrauchtes Szenario. Den Entwicklern ist es aber dennoch gelungen, einen nicht nur spielerisch, sondern auch inhaltlich gelungenen Titel vorzulegen.
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Angesiedelt ist Devastation im Jahr 2075. Die Erde ist zerstört und verwüstet, die Macht liegt in den Händen einiger weniger Mega-Konzerne, die mit Hilfe so genannter Biomechs, künstlich erschaffener Truppen, die Bevölkerung versklaven. Einen Ausweg aus der Misere scheint es nicht zu geben, die einzige Hoffnung, die die Menschen noch haben, ist eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern, die den Unterdrückern den Kampf angesagt hat und die der Spieler in der Rolle des furchtlosen Flynn Haskell anführen darf.
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Das Gameplay von Devastation unterscheidet sich praktisch nicht von anderen Ego-Shootern: Man streift durch die öden Straßen von San Francisco und schießt jeden Gegner ab, der einem vor den Lauf einer der zahlreichen Waffen läuft. Dabei wird mal in engen, verwinkelten Gassen in China-Town gekämpft, ein anderes Mal muss man sich auf Dächern verstecken oder in dunklen Gebäuden umherschleichen. Neben Maschinen- und Scharfschützengewehren lassen sich auch herumliegende Flaschen als Waffen missbrauchen, und natürlich muss man gelegentlich auch an Terminals Knöpfe drücken, um im Spiel weiterzukommen.
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Unterschiedliche Missionsaufgaben sorgen für ein wenig Abwechslung. So gilt es in einem Level, so schnell wie möglich voranzukommen, da sonst eine Bombe explodiert und alle Bemühungen zunichte macht. Oder es müssen zunächst Wiederbelebungsgeneratoren zerstört werden, da die Brut der Biomechs sonst beständig nachwächst und man keine Möglichkeit hat, gegen sie anzukommen. Wie schwierig die Kämpfe sind, darf man zu Beginn selbst festlegen: Profis entscheiden sich für den Simulations-Modus, alle anderen wählen die leichtere Arcade-Variante, in der man auch mal die eine oder andere Kugel wegstecken kann.
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Da man Anführer einer ganzen Gruppe von Kämpfern ist, wird man beständig von einer wechselnd großen Riege weiterer Rebellen begleitet. Wahlweise kann man Einzelnen von ihnen oder gleich der ganzen Gruppe Befehle wie "Position halten", "angreifen" oder "verteidigen" geben. Allerdings lässt die künstliche Intelligenz der Kumpanen stellenweise doch arg zu wünschen übrig, nicht selten rennen sie etwa direkt in das feindliche Feuer.
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Grafisch ist Devastation stellenweise ein wirklicher Hit – die Verwendung der aktuellen Version der Unreal-Engine hat sich ausgezahlt, beeindruckende Effekte und hoch detaillierte Texturen machen das Spiel größtenteils zu einem optischen Leckerbissen. Auch die (englische) Sprachausgabe überzeugt.
Neben insgesamt zwanzig unterschiedlichen Einzelspieler-Modi gibt es auch vier verschiedene Mehrspieler-Modi, die die typischen Shooter-Optionen wie etwa Deathmatch für Netzwerk- und Internetspiel bieten.
Fazit: Devastation ist im Großen und Ganzen ein wenig bieder: Die Hintergrundgeschichte hält zwar die eine oder andere interessante Wendung bereit, wirkt insgesamt aber eher uninspiriert, und das Gameplay bietet im Grunde nichts, was man nicht schon von anderen Shootern kennen würde. Wenn man sich daran nicht stört, bekommt man aber ein unterhaltsames und schick präsentiertes Spiel geboten, das dank der unterschiedlichen Spieloptionen für Profis und Anfänger gleichermaßen geeignet ist.