SCO will nun auch gegen Linux-Nutzer vorgehen
"SCO macht diesen wichtigen Schritt, da es Probleme mit dem geistigen Eigentum an Linux gibt" , so Chris Sontag, Senior Vice President und General Manager von SCOsource. "Wenn SCOs eigener Unix-Quelltext illegal in Linux übernommen wurde, haben wir unserer Meinung nach die Pflicht, kommerzielle Nutzer über die potenzielle Haftbarkeit aufzuklären die besteht, wenn die ihr Geschäft mit einer solchen Software betreiben."
Allerdings will SCO weiterhin Support für bestehende Kunden von SCO Linux und Caldera OpenLinux bieten und diese in Bezug auf SCO Linux und Caldera OpenLinux nicht in Haftung nehmen. In Zukunft will sich SCO zudem stärker auf Unix und seine Webservice-Software SCOx konzentrieren.
In einem Brief an diverse kommerzielle Linux-Nutzer kündigte SCO zudem an, in Anlehnung an die Musikindustrie alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die anhaltenden Verstöße gegen die eigenen Rechte zu unterbinden und räumt dabei selbst ein, dass dies sich wohl als unpopulär erweisen wird.
Zugleich erhöhte SCO seine Umsatz- und Gewinnprognose, nachdem man einen zweiten Kunden für seine SCOsource-Lizenz gewinnen konnte. Das Unternehmen will allein in diesem Jahr mit der Lizenzierung seiner Rechte an Unix rund 8,2 Millionen US-Dollar umsetzen.
SCO hatte IBM im März verklagt, da diese nach Auffassung von SCO unrechtmäßig Geschäftsgeheimnisse in Bezug auf Unix und die Free-Software-Community weitergegeben hätten. Infolgedessen habe Linux, unterstützt durch IBM, dem Geschäft von SCO geschadet. Nach Ansicht von SCO habe IBM Teile lizenzierter Unix-Software Linux-Entwicklern zugänglich gemacht. Den Schaden daraus beziffert SCO auf über eine Milliarde US-Dollar. Zudem fordert SCO von IBM, seine wettbewerbsfeindlichen Praktiken einzustellen. Andernfalls werde man IBMs AIX-Lizenz zurückziehen.



