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WAY-Flow: Autos als Stausensoren

Mit GPS und GSM auf Staujagd

Die immer stärker zunehmende Autodichte und das sich kaum kapazitätsmäßig veränderbare Straßennetz sorgen seit Jahrzehnten dafür, dass immer wieder kleine und große Staus entstehen, die - von den Nerven der betroffenen Autofahrer einmal abgesehen - der Wirtschaft jährliche Milliardenkosten bescheren und natürlich auch nicht gut für die Umwelt sind. Nun sollen die Autos selbst zu Stausensoren und unabhängig von externen, stationären Verkehrsdetektoren werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Herkömmliche Verkehrsdienste, beispielsweise per SMS, hinken oft der tatsächlichen Verkehrslage hinterher, denn sie beruhen vorwiegend auf stationärer Verkehrserfassung und sind nicht flächendeckend ausgebaut. "Wenn ein Routing-Dienst eine schlechte Datengrundlage hat, wird er bald nicht mehr genutzt. Wir wollen besseren Content zur Verfügung stellen", verspricht Werner Schönewolf vom Berliner Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK.

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Zusammen mit der Volkswagentochter Gedas entwickelt das Institut City-Floating Car Data (FCD), das einen anderen Ansatz verfolgt: Die Autos selbst dienen als Stausensoren. Ausgestattet mit GPS, einer GSM-Telekommunikationseinheit sowie einem Rechner meldet das System beim Durchfahren eines Straßenabschnitts die aktuelle Verkehrslage an eine Zentrale. Je nach Geschwindigkeit des Wagens erkennt FCD stockenden Verkehr oder einen Stau.

WAY-Flow: Das Display links zeigt dem Fahrer Alternativrouten an
WAY-Flow: Das Display links zeigt dem Fahrer Alternativrouten an

CityFCD basiert auf der Kombination von Speichereinheit, Mobilfunk und Positionsbestimmung per GPS. In den Speicher der Endgeräte werden die Längen- und Breitengrade eines Ballungsraumes digital verankert. Innerhalb eines Hauptstraßen-Netzes mit definierten Knoten und Strecken fungiert das Auto als fahrender Sensor. Wenn ein Fahrzeug auf einen Streckenabschnitt im Netz einfährt, beginnt die Datenerfassung, wenn es den Streckenabschnitt verlässt, werden die Bewegungsprofile und Reisezeit-Daten per SMS oder Datenfunk an den Rechner der Verkehrsmanagement-Zentrale übermittelt. Anhand dieser Daten wird der aktuelle Verkehrsfluss ermittelt und speziell entwickelte Algorithmen erlauben die genaue Beschreibung und die Prognose über das Verhalten eines Staus und darüber, wann er sich aufgelöst haben wird.

Gefördert vom BMBF musste sich das System im Rahmen der Projektes WAYFlow von 1998 bis Anfang 2003 im Ballungszentrum Frankfurt bewähren. Vorwiegend Berufspendler, die zu regelmäßigen Zeiten täglich dieselbe Strecke befahren, wurden mit FCD ausgestattet. "Schon mit 200 Fahrzeugen erhält man statistisch sichere Daten über das Hauptstreckennetz Frankfurts", sagte Schönewolf. Da FCD ursprünglich für Autobahnen konzipiert wurde, stellt der Einsatz in einer Großstadt die Entwickler vor neue Herausforderungen. Denn FCD dient nicht nur der Verkehrserfassung, sondern bietet entsprechend einem individuellen Nutzerprofil Alternativrouten an. Damit diese nicht zum Beispiel durch verkehrsberuhigte Zonen führen, muss in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ein Streckennetz definiert werden.

Langfristig will es das IPK zusammen mit Bosch-Blaupunkt in neue Endgeräte integrieren. Doch zunächst wartet ein weiterer Test auf FCD: Zu den Olympischen Spielen in Athen 2004 werden im Rahmen eines EU-Projekts 200 Fahrzeuge mit dem System ausgestattet.



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Georg P. 16. Mai 2003

Endlich einer der etwas von Datenschutz, und Schutz vor der Persönliche Selbstbestimmung...

Georg P. 16. Mai 2003

Was in der Stadt ist... ist sagen wir mal 2.rangig... aber auf den Autobahnen .kann ich...

Arnold 16. Mai 2003

Die Zuschüsse aus Steuern des Straßenverkehrs haben leider den Ausbau der öffentlichen...

Tinxo 14. Mai 2003

Richtig so. Warum soll man dem Autoverkehr als größtem Umweltverschmutzer auch noch...

Loser-Hunter 14. Mai 2003

Meine Tante ist klasse, die kriegts nämlich fertig und steht NIEMALS im Stau! Cool, oder...


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