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Klassische Adventures - Kehrt das totgeglaubte Genre zurück?

Golem.de: Ist das Genre aus Entwicklersicht ausgereizt? 3D-Grafiken werden offensichtlich von vielen Spielern nicht akzeptiert (wie man auch am schlechten Verkauf von Monkey Island 4 sieht), inwiefern lassen sich 2D-Adventures noch aufwendiger und opulenter gestalten? Stirbt das Genre evtl., weil es sich nicht mehr den Anforderungen "schneller, schöner, bombastischer" anpassen kann?

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Ganteföhr: Gegenfrage: Ist der Roman aus Autorensicht ausgereizt? Ich schätze, es wäre absurd, das zu behaupten. Und man kann ziemlich sicher sein, dass das auch nie passieren wird.

Technik taugt nicht für alle Zeiten als Universal-Verkaufsargument. Entwickler und Publisher haben sich lange Zeit von technischen Features blenden lassen und darin das Hauptinnovationsfeld für Spiele an sich gesehen. Meiner Ansicht nach ist Technik kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, mit dem Designziele erreicht werden müssen. Und die bestimmt nicht ein Nvidia-Techniker - sondern ein Gamedesigner, der die Ziele und das Gameplay seines Spiels, die Erfordernisse seines Genres und die Bedürfnisse seiner Spieler kennt - und sein Spiel auf dieser Grundlage mit der optimalen Technik zu einer interessanten, funktionierenden Einheit macht.

Das Adventure-Gameplay basiert auf der Identifikation mit Story und Charakteren. Es geht um Beobachtung, Nachdenken, dramaturgische Einbeziehung, Aufbau großer Spannungsbögen in einem interaktiven Kontext. Eine von den Entwicklern kontrollierte filmische Bildsprache muss die Erzählung unterstützen. Die Rätsel dürfen nicht aus ein paar walhlos verstreuten Schlüsseln bestehen, sondern müssen anspruchsvoll designed und sinnvoll in die Story integriert sein.

Es geht eben nicht um Hand-Auge-Koordination und Erfolgserlebnisse im Zehntelsekundentakt. Ich sehe deshalb keinen Grund, das Gameplay von Genres zu kopieren, die diese Ziele haben. Die Hauptanforderung (und das Hauptinnovationsfeld) von Adventures ist und bleibt Story. Darum müssen wir uns zuallererst kümmern. Das Genre - und langfristig die ganze Branche - braucht bessere Autoren.

Golem.de: Wie wird sich deiner Meinung nach das Genre weiterentwickeln? Können Verkaufserfolge wie der von Runaway eine Trendwende mit sich bringen?

Ganteföhr: Die Adventures kommen zurück. Da sind sich inzwischen viele Branchenvertreter einig. Sicher wird sich bezüglich Interfaces und auch des Einsatzes von 3-D-Technik noch allerhand tun. Aber diese Techniken müssen und werden in Adventures ganz anders eingesetzt werden, als man es von Shootern u.ä. kennt. Um den Markt ist mir nicht bange. Die Spieleindustrie macht einen großen Fehler, wenn sie ihr Publikum intellektuell unterschätzt. Wo gute Storys sind, da ist auch ein Publikum.

 Klassische Adventures - Kehrt das totgeglaubte Genre zurück?Klassische Adventures - Kehrt das totgeglaubte Genre zurück? 
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Mystic 04. Mai 2004

Ich finde es sollten Neuauflagen mit verbesserter Grafik von berümten Adventures wie...

metaltango 07. Sep 2003

Ich finde es schade das es gerade in dieser richtung so wenig spiele gibt.Runaway war ein...

kalle 08. Jul 2003

naja is net übel aba hab kurz vor "ende" des spiels kein bock mehr gehabt, net weil es zu...

Bullwye 06. Jul 2003

Runaway ist meiner Meinung nach das beste Adventure was ich in letzter Zeit gespielt hab...

Disater 16. Mai 2003

ok ich mache mit ;)


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