• IT-Karriere:
  • Services:

Bald Handy-Telefonate im Flugzeug möglich

Experte: Eigene Geräte dürfen bald eingeschaltet bleiben

In naher Zukunft dürften Mobiltelefone auch während Flugreisen klingeln. Aus gutem Grund verbieten Airlines derzeit aber noch den Gebrauch der Geräte an Bord. Eine Studie der Zivilen Luftfahrtbehörde Großbritanniens (CAA) belegt, dass selbst ein eingeschaltetes Mobiltelefon im Gepäck Fluginstrumente stören kann, da das Handy laufend Kontakt zur Bodenstation sucht.

Artikel veröffentlicht am ,

Unter dem Projektnamen "WirelessCabin" arbeitet ein internationales Team von Ingenieuren von Airbus, Siemens, Ericsson, Inmarsat, dem Kabinenbauer KID-Systeme, der Universität von Bradford und der Technologie-Consulting-Firmen ESYS und TriaGnoSys: Das Team soll unter der Führung des DLR herausfinden, wie die Funknetze der Flugzeugkabine über Satellit mit den Telekomnetzen am Boden verbunden werden können, ohne die empfindliche Flugzeugelektronik zu stören. "In zwei bis drei Jahren können Fluggäste an Bord ihre Handys benutzen", sagte Erich Lutz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus.

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach

Als Leiter Abteilung Digitale Netze beim DLR arbeitet er zusammen mit dem Flugzeugbauer Airbus eine Lösung für den sicheren Einsatz von Mobiltelefonen in Flugzeugen. Um Interferenzen zu vermeiden, sieht das DLR eine im Flugzeug installierte Mobilfunkstation vor, die Handy-Signale an einen Satelliten weiterleitet.

Zumindest in Reiseflughöhe sind die Handys nicht in der Lage, Kontakt mit den Mobilfunkstationen am Boden aufzunehmen und schalten auf maximale Funkleistung. Dies kann zu Störungen der Bordelektronik führen - besonders bei älteren und schlechter abgeschirmten Maschinen haben sich immer wieder Störungen bemerkbar gemacht - einen nachgewiesenen Unfall gab es bislang jedoch zum Glück nicht.

In der zivilen Luftfahrt gibt es schon seit längerem Systeme, die den Datenverkehr mit Bodenstationen und per Satellit erlauben - meist allerdings haben die Passagiere davon nichts, da eher Wettermessdaten vom Flugzeug erfasst und weitergegeben werden.

Ein "Connexion by Boeing" genanntes System soll Passagieren auf 40.000 Fuß Höhe und bei Geschwindigkeiten von 500 Meilen pro Stunde einen komfortableren und vor allem kommunikativeren Flug ermöglichen, für den beispielsweise ein Internetzugang realisiert wird. Das System wiegt beim Einsatz in kleineren Maschinen rund 800 Pfund, während Airlines für Muster ab zwei Motoren mit rund 1.200 Pfund Nutzlasteinbuße zu rechnen haben.

Die Bandbreite soll bei 1,5 MBits upstream und 5 MBits downstream liegen. Das ursprünglich für das Militär entwickelte System soll die Passagiere ähnlich viel kosten wie eine Mobilfunkverbindung. Außerhalb der Reichweite von Bodenstationen sollen später auch Satelliten Kontakt zu dem Bordantennensystem halten.

Außerdem sind von anderen Herstellern WLAN-Systeme entwickelt worden, die in den Kabinenräumen eingesetzt werden und neben mehr Komfort für die Passagiere vor allem auch wertvolles Gewicht einsparen helfen, da keine zusätzlichen schweren Kabelverbindungen gelegt werden müssen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Pragmatiker 12. Mai 2003

Joe, solche "Vollblutfreaks" kenne ich genug: diesen nervlichen Wracks sieht man das...

i 12. Mai 2003

Soll man halt die Telefonierer von den nicht telefonierern trennen, wie im ice!

Joe 12. Mai 2003

Seht euch doch eure Rede an und sagt mir dann, ob das nicht Vorurteile sind. Oder hat...

Soldat 12. Mai 2003

Hallo Golem, ließt man Eure Artikel, könnte man meinen, man sitzt im falschen Film...

c.b. 12. Mai 2003

die leute, welche oft und lange strecken aus beruflichen gründen im flieger verbringen...


Folgen Sie uns
       


Cowboy 3 vs. Vanmoof S3 im Test: Das Duell der Purismus-Pedelecs
Cowboy 3 vs. Vanmoof S3 im Test
Das Duell der Purismus-Pedelecs

Schwarz, schlank und schick sind die urbanen E-Bikes von Cowboy und Vanmoof. Doch nur eines der Pedelecs liest unsere Gedanken.
Ein Praxistest von Martin Wolf

  1. Montage an der Bremse E-Antrieb für Mountainbikes zum Nachrüsten
  2. Hopper Dreirad mit Dach soll Autos aus der Stadt verdrängen
  3. Alternative zum Auto ADAC warnt vor Überlastung von E-Bikes

IT-Jobs: Feedback für Freelancer
IT-Jobs
Feedback für Freelancer

Gutes Feedback ist vor allem für Freelancer rar. Wenn nach einem IT-Projekt die Rückblende hintenüberfällt, ist das aber eine verschenkte Chance.
Ein Bericht von Louisa Schmidt

  1. IT-Freelancer Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
  2. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

Beoplay H95 im Test: Toller Klang, aber für 800 Euro zu schwache ANC-Leistung
Beoplay H95 im Test
Toller Klang, aber für 800 Euro zu schwache ANC-Leistung

Der Beoplay H95 ist ein ANC-Kopfhörer mit einem tollen Klang. Aber wer dafür viel Geld ausgibt, muss sich mit einigen Kompromissen abfinden.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /