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Bundeskanzler: Breitbandgipfel wird einberufen

IuK sollen Reformen in Deutschland unterstützen

Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) sollen nach Ansicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder und den Unternehmen der Initiative D21 die Reformen zur Modernisierung Deutschlands entscheidend unterstützen und somit Impulse für Wachstum und Beschäftigung auslösen. Dies erklärten Bundeskanzler Gerhard Schröder und Erwin Staudt, Vorsitzender des Vorstands der Initiative D21, als Ergebnis einer Beiratssitzung der Initiative D21 am 8. Mai 2003 in Berlin.

Artikel veröffentlicht am ,

In der vierten Beiratssitzung der Initiative D21 wurden die IuK als maßgebliche Instrumente für mehr Effizienz und Fortschritt in den entscheidenden Politikfeldern Wirtschaft, Gesundheit und Bildung bezeichnet. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Erwin Staudt warnten aber davor, den Wachstumsrückgang der IuK-Branche mit der Entwicklung der Informationsgesellschaft gleichzusetzen. "Die neuen Medien bleiben der Motor für Wachstum und Innovation. Das Internet ist das Werkzeug der Reformen", sagte Staudt. EU-Kommissar Erkki Liikanen, der als Gast teilnahm, betonte, dass trotz der derzeitigen finanziellen Schwierigkeiten der IuK-Branche diese zur Erhöhung der Produktivität in der Wirtschaft in außerordentlicher Weise beitragen könne.

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Eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ergibt sich nach Ansicht der Experten auch durch die nach wie vor ungebremste Einbindung der Informations- und Kommunikationstechnologien in die Geschäftsprozesse von Unternehmen. Der elektronische Geschäftsverkehr entwickele sich sogar mehr und mehr zum normalen Instrument bei der Abwicklung von Geschäften, so die Initiative D21. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzt jedoch nur jedes zweite Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten Internet und E-Mail im Geschäftsablauf ein. Gerade im Mittelstand besteht hier theoretisch noch Wachstumspotenzial bei E-Business. Um die rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich zu verbessern, hat die Bundesregierung Anfang April das "Bündnis für Signaturen" ins Leben gerufen. Die D21-Unternehmen sehen hierin einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung digitaler Wirtschaftsprozesse.

Allein im Gesundheitswesen könnten nach Schätzungen des D21-Vorstandes durch die systematische Verankerung von IuK-Technologien langfristig mehrere Millionen Euro eingespart werden. Ferner sei es nach Ansicht des Beirates der Initiative D21 möglich, die eingesparten Mittel an anderer Stelle zu investieren, um neue Beschäftigung zu schaffen und die Patientenbetreuung zu verbessern. Das Klinikum Ingoldstadt habe zum Beispiel durch die Umrüstung auf IT-gestützte Personalarbeit kostenneutral 28 neue Ärzte einstellen können. Der Einsatz von IuK im Gesundheitsbereich wurde als neuer Schwerpunkt der Initiative D21 beschlossen. Unternehmen und Politik wollen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte begleiten, Akzeptanzprobleme analysieren und eine Öffentlichkeitskampagne zu Verbraucherschutz und Datensicherheit starten.

Im Bildungsbereich sehen die Vertreter von Unternehmen und Politik Informations- und Kommunikationstechnologien als Werkzeuge für lebenslanges Lernen. Der Einsatz von IuK in Bildung und Qualifizierung soll gefördert werden, so der D21-Beirat. Viele Unternehmen setzen bereits heute massiv auf Lernformen, die mit Hilfe von E-Learning mobile und bedarfsgerechte Qualifizierungen ermöglichen. Gefordert wurde unter anderem, Qualitätsstandards sowie regionale Beratungsagenturen für neue Lernformen einzuführen. Auch die Fähigkeit, mit Medien kritisch und intelligent umzugehen, stellt heute eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und Arbeiten dar. Die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern sollte daher künftig in internationalen Vergleichserhebungen - wie der PISA-Studie - mit einbezogen werden. Die Bundesregierung unterstützt die Forderung der Unternehmen, neue Wege im Bildungssektor zu beschreiten.

Der D21-Beirat beschloss ferner, die im vergangenen Jahr begonnene nationale Breitbandinitiative fortzusetzen. An den Wirtschafts- und Arbeitsminister Clement wurde die Bitte gerichtet, zu diesem Thema einen Gipfel einzuberufen. Dieser wird Anfang Juni 2003 stattfinden.

Die Initiative D21 ist ein gemeinnütziger, branchenübergreifender Verein von rund 300 Unternehmen mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft in Deutschland zu beschleunigen und die Chancen für Wachstum und Beschäftigung zu nutzen.



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bodybag 17. Jul 2003

also: rationalisierung => günstigere produkte werden angeboten => kunden geben nur 50...

Oshoslayer 22. Mai 2003

"Allein im Gesundheitswesen könnten nach Schätzungen des D21-Vorstandes durch die...

Sturmkind 10. Mai 2003

Da sprichst Du mir aus der Seele. Ich würde wen es hier zu vertretbaren Konditionen...

werner 09. Mai 2003

Das rein marktwirtschaftlich orientierte Verhalten der Telekom hat sicher den jetzigen...

werner 09. Mai 2003

Ja, die gute alte T-Online-Flatrate - die hatte ich auch mal. Und wenn man sich an eine...


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