Schwere Sicherheitslücke in Microsofts Passport-Dienst (Upd)
Laut dem pakistanischen Sicherheitsexperten Muhammad Faisal Rauf Danka genügt es, eine speziell formatierte URL aufzurufen, die den Benutzername des zu verändernden Passport-Zugangs sowie eine eigene E-Mail-Adresse enthält. An diese E-Mail-Adresse verschickt der Microsoft-Dienst dann eine E-Mail mit einer URL, die das Zugangskennwort von Passport zurücksetzt und mit einem eigenen Wert belegt werden kann. Dabei muss das bisherige Kennwort nicht eingetragen werden. Damit will Microsoft Passport-Nutzern helfen, wenn diese das eigene Kennwort vergessen haben, um dann mit einer erneuten Kennwort-Zuweisung wieder Zugang zu ihren Daten erlangen zu können.
Nach Angaben des Entdeckers dieser Sicherheitslücke reagierte Microsoft erst nach zehn E-Mails auf das Problem. Derzeit ist dieser Teildienst von Passport deaktiviert(öffnet im neuen Fenster) ; Microsoft arbeitet an einer langfristigen Lösung des Problems. Passport wird unter anderem bei der Nutzung der Hotmail-Konten verwendet.
Update vom 9. Mai, 10:15 Uhr:
Mittlerweile will Microsoft das Sicherheitsleck gestopft haben und nun ein sichereres Verfahren gewählt haben, falls das eigene Kennwort vergessen wurde, um weiterhin auf den Passport-Zugang zugreifen zu können. Details nannte der Hersteller jedoch nicht.