Hübsches Action-Adventure mit Kamera-Problemen. Bereits 1986 erlebte der antike Videospielheld Rygar sein erstes Abenteuer. 17 Jahre später erwecken Tecmo und Wanadoo den kräftigen Recken zu neuem Leben – und lassen ihn in einem opulenten, Mythologie-inspirierten Action-Adventure auf der PlayStation 2 antreten.
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Im Römischen Reich ist Aufruhr angesagt: Eine Horde riesiger Monster – auch bekannt als Titanen – marschiert in das Königreich von Argus und entführt Prinzessin Harmonia. Rygar, eigentlich gerade erst nach zahlreichen Schlachten nach Hause zurückgekehrt, muss also erneut aufbrechen, um die holde Maid zu retten. Neben seiner immensen Muskelkraft kann er bei diesem Unterfangen vor allem auf den Diskarmor zurückgreifen – eine ungewöhnliche und eben deshalb sehr unterhaltsame Waffe, die aussieht wie ein massiver Diskus und nach dem Jojo-Prinzip geworfen und zurückgezogen werden kann.
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Mit dem Diskarmor lassen sich nicht nur die in Massen auftretenden Feinde bekämpfen, auch die Umgebung mitsamt ihren antiken Säulen und Statuen kann teilweise pulverisiert werden. Zudem kann die Waffe durch das Einsammeln magischer Steine ausgebaut werden, so dass der Diskus entweder weiter fliegt, einen größeren Radius hat oder flinkere Angriffe ermöglicht. Rygar beherrscht verschiedene Kombos mit der Waffe, die sich allesamt recht einfach steuern lassen und bei ihrer Ausführung dank der teilweise verheerenden Schadenswirkungen auch viel Spaß machen.
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In den sieben unterschiedlichen Welten warten neben den kleineren Feinden auch immer wieder Endgegner, die schon allein auf Grund ihrer Größe recht ehrfurchteinflößend sind und hinsichtlich ihrer Modellierung den großen Einfallsreichtum der Entwickler demonstrieren. Viel mehr als kämpfen muss man allerdings nicht – die wenigen Rätsel verlangen auch Einsteigern kaum wirkliche Kombinationsgabe ab.
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Auch die Gestaltung der Welten ist Tecmo sehr gut gelungen – die Tempel, das Kolosseum oder die schicken Außen-Areale bedienen sich zwar kunterbunt der griechischen und römischen Mythologie und vermischen das Ganze mit einer Reihe von Fantasy-Elementen, das Endergebnis überzeugt aber mit viel Pomp und stimmungsvoller Atmosphäre. Allerdings flimmert die Grafik stellenweise recht unschön. Der bombastische Klassik-Soundtrack fügt sich dafür gut in das Gesamtbild ein.
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Nicht so bravourös ist dafür die Kameraführung gelöst: Die Perspektive ändert sich beständig, selbst innerhalb einzelner Räume wird oftmals zwischen Draufsicht oder einer Perspektive vor oder hinter dem Kämpfer gewechselt. Der Überblick geht so schnell verloren, zudem man oft auch den Feinden direkt in die Arme läuft, ohne sie rechtzeitig sehen zu können. Die Endsequenz wird man trotzdem recht früh zu Gesicht bekommen: Rygar ist mit einer voraussichtlichen Spielzeit von unter zehn Stunden recht kurz ausgefallen.
Fazit: Schade, dass die ungünstige Kameraposition einem oftmals die Laune verdirbt, denn davon abgesehen ist Rygar ein stimmungsvolles, pompös präsentiertes Action-Spiel geworden. Das antike Helden-Epos gehört sicherlich zu den besseren PS2-Spielen der letzten Zeit, Freunde der Sandalen-Mythologie sollten also zum Diskarmor greifen.