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Sensor-Chip warnt vor Stinkern

Die Goldplättchen werden durch kleine Quarze in Schwingung versetzt. Am besten klappt das bei ihrer Resonanzfrequenz. Bleiben Gasmoleküle an den Plättchen kleben, werden sie ein wenig schwerer und damit träger - ihre Resonanzfrequenz nimmt ab. "Diese Veränderung können wir messen", erklärt der Biophysiker, "und zwar so genau, dass jeder Rezeptor noch Mengen von einem Milliardstel Gramm registrieren kann."

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Derartige Quarz-Mikrowaagen gibt es zwar schon lange, als Geruchsdetektor eignen sie sich nach Angaben der Wissenschaftler aber nur im Verbund. Zwar habe jeder "Leim" so seine Vorlieben, aber auch andere Moleküle können mehr oder weniger lange an ihm haften bleiben. Ein Duftstoff verändert daher die Resonanzfrequenz mehrerer Quarz-Mikrowaagen in ganz charakteristischer Weise. "Daher können wir mit unseren sechs Waagen nicht nur sechs Gerüche messen, sondern Hunderte oder sogar Tausende", so Boeker.

Einsatzmöglichkeiten für den ungewöhnlichen Sensor sehen die Entwickler in allen Bereichen, in denen störende oder gar gesundheitsschädliche Emissionen entstehen können, eine Überwachung durch menschliche "Geruchswächter" aber nicht zumutbar oder einfach zu teuer wäre. "Unser Gerät kostet etwa 15.000 Euro, dazu kommt allerdings noch der Arbeitsaufwand, es auf die jeweilige Aufgabe hin zu trainieren." Momentan stellt das "chemische Auge" seine Fähigkeiten bei einem zweimonatigen Dauereinsatz in einer Münchner Papierfabrik unter Beweis. Weitere Firmen haben angeblich bereits Interesse bekundet. Nicht zuletzt deshalb sehen sich die Wissenschaftler in ihrem Plan bestätigt, ihren Geruchssensor über eine eigene Firma zu vermarkten. Die Juroren des Businessplan-Wettbewerbs "Netzwerk und Know-how" bescheinigten ihrer Erfindung bereits "großes Wachstumspotenzial und einen hohen Innovationsgrad" und bedachten die Entwickler mit einem Preisgeld von 2.000,- Euro.

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c.b. 07. Mai 2003

darauf hat die welt gewartet... nun stürzt der rechner tatsächlich bei jedem pups...


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