Interview: X2 - Der Freelancer-Konkurrent im Überblick
Lehahn: Eigentlich sogar schon früher. Gleich nach der Fertigstellung von X-BTF 1999 haben wir weiter sowohl an X-tension als auch an X2 gearbeitet. Im Gegensatz zu den Arbeiten an X-tension haben wir bei X2 natürlich alles besser gemacht und radikaler überarbeitet.
Golem.de: X – Beyond The Frontier hat zwar damals allgemein sehr gute Reviews bekommen, die Verkaufszahlen blieben aber wohl hinter den Erwartungen zurück. Was ist eure Erklärung dafür?
Golem.de: Für X2 seid ihr in Deutschland noch auf der Suche nach einem Publisher. Warum scheint es so schwer zu sein, als deutscher Entwickler mit einem derart ambitionierten Projekt wie X2 einen Partner zu finden?
Golem.de: Was sind – abgesehen von der offensichtlich deutlich aufpolierten Grafik – eurer Meinung nach die größten Verbesserungen im Vergleich zum ersten Teil?
X2 wird eine ganze Reihe von Möglichkeiten bieten, die es erstmals in einem Echtzeitspiel überhaupt ermöglichen werden, viele Schiffe gleichzeitig zu steuern oder auf Wunsch auch nur indirekt zu befehligen. So kann man zum Beispiel so genannte Minimonitore flexibel konfigurieren. Damit kann man eigene Schiffe aus jeder erdenklichen Perspektive überwachen oder auch aktiv steuern.
Besonders wichtig ist es uns, die Stärken von X konsequent weiter auszubauen. Die größte Stärke ist dabei sicher die totale Freiheit, in einem Universum einfach machen zu können was man möchte. Und genau da haben wir versucht, einfach noch viel mehr zu ermöglichen. Natürlich wird man nie fertig, wenn das Ziel ist, ein ganzes Universum zu simulieren, aber es gibt viele faszinierende neue Karrieremöglichkeiten. Freie Handelsaufträge für eines der vielen Völker des X Universums, spezielle Schiffe für den Transport von Personen, Aufbau beliebiger eigener Fabriken – alles soll möglich sein.
Golem.de: Nachdem Golem.de das erste Mal über X2 berichtet hatte, ist im Forum eine Diskussion über die Präferenzen der Leser hinsichtlich des Gameplays entbrannt – die einen wünschen sich mal wieder ein richtiges Action-Spiel im Stile eines Wing Commander, die anderen schätzen die Komplexität einer Handels- und Aufbausimulation. Welche Schwerpunkte wird X2 setzen, und inwieweit wird der Spieler in der Lage sein, selber zu bestimmen, wie viel Action und wie viel Strategie er will?
Der Plot in X2 wird wesentlich umfangreicher sein als noch in XBTF und vor allem viel aufwendiger erzählt werden. Danach legt dann der Spieler aber völlig frei selbst fest, ob er zum Beispiel ständig mit den Piraten arbeitet und zum Beispiel Schiffe überfällt, weil er Action haben will, oder ob er ganz im Gegensatz, schön in "Ruhe" ein Handelsimperium aufbaut (Anmerkung: Ruhe ist relativ ;-).
Golem.de: Die ersten Screenshots sehen bereits beeindruckend gut aus. Welche Hardware wird vonnöten sein, um X2 flüssig darzustellen?
Golem.de: Gibt es Pläne, X2 auch für Konsolen zu veröffentlichen?
Golem.de: Könnt ihr schon ungefähr abschätzen, wann es in etwa eine spielbare Demoversion geben wird und wann in etwa das Spiel erscheint?
Lehahn: Sobald die Verträge mit den Publishern für die wichtigsten Territorien unter Dach und Fach sind, werden wir die jeweiligen Daten rausgeben. Vorher wäre das nicht seriös, da dies nicht nur von uns abhängt.
Golem.de: Gut. Letzte Frage: Nach den ersten Informationen zur Hintergrundgeschichte scheint die Story recht komplex zu sein – könnt ihr schon etwas mehr über den Handlungsstrang verraten?
Lehahn: : Gerne. Im ursprünglichen Spiel (X-Beyond The Frontier) übernahm der Spieler die Rolle eines Raumschiffpiloten namens Kyle Brennan, der in einer entfernten Gegend des Weltraums gestrandet war. Diese Region, bevölkert durch verschiedene fremde Rassen, kennen wir als das "X-Universum". Während der Spieler als Händler und Kopfgeldjäger sein Leben führte und diverse Aufträge übernahm, war er ständig auf der Suche nach einem Weg, zur Erde zurückzukehren. Nachdem er die unterschiedlichen Rassen aufgesucht und kennen gelernt hatte, wuchs in jener Zeit die Bedrohung durch ein Maschinenvolk, bekannt als die "Xenon". Auf dem Höhepunkt der Story trug der Spieler maßgeblich zu ihrer Niederlage bei.
Während des Fluges wird der Transporter von einem imposanten Schlachtkreuzer gestoppt, befehligt von einem Mann namens Ban Danna – hochrangiges Mitglied des argonischen Geheimdienstes. Er unterstützte Kyle (aus X-BtF) einst beim Kampf gegen die Xenon und Kyle selbst ist nun im Vorstand eines Unternehmens namens TerraCorp.
Da Ban Danna eine namhafte und geachtete Persönlichkeit ist, zögert der Kapitän des Sicherheitstransporters nicht und folgt der Aufforderung, den Spieler zu übergeben.
Der Spieler ergreift die Chance, einem Leben in den Minen zu entrinnen und verspricht, mit ehrlicher Arbeit statt Piratentum ein anständiges Leben zu führen. Der Gütertransport für TerraCorp scheint ein gutes Angebot zu sein und er macht stetig Fortschritte in seinem neuen Job.
Doch bald holt ihn seine Vergangenheit ein, als er die wahren Gründe seiner Rettung erkennt. Während sich die rätselhafte Geschichte entwickelt, müssen verlorene Schiffe und vergessene Technologien gefunden werden und Reisen von Königstal zu den neuen Grenzgebieten und darüber hinaus warten auf ihn. Als eine neue Rasse, die "Khaak", und ihre vernichtenden Absichten entdeckt werden, wird er in dunkle Machenschaften verstrickt und muss gefahrvolle Abenteuer bestehen. Mysteriöses aus seiner Vergangenheit zeichnet sich ab, er wird mit Enthüllungen konfrontiert und entdeckt seine wahre Identität sowie die seines Vaters. Entscheidungen, die zu treffen sind, lösen in ihm ein Dilemma aus, einen Kampf zwischen Gefühl und Loyalität. Doch er muss sich den kommenden Herausforderungen stellen und Stärke beweisen, wenn er dieses rätselhafte Netz entwirren will.