Zahlreiche Sicherheitslecks in ICQ entdeckt
Bei der Benutzung des ICQ-Mail-Clients kann ein Angreifer durch ein präpariertes UIDL-Feld über einen POP3-Server Zugriff auf das betreffende System erlangen. Zudem prüft der POP3-Client in ICQ weder die Betreffzeile noch das Datum auf eine korrekte Formatierung, worüber ein Angreifer mit Hilfe überlanger Betreff- und Datumszeilen ausführbare Programme starten kann.
Bei der Installation neuer Funktionen prüft ICQ nicht die Echtheit der entsprechenden Routinen, so dass ein Angreifer durch eine Man-in-the-Middle- oder DNS-Spoofing-Attacke beliebige Software auf einem anderen System installieren kann. Ebenfalls mit einem Man-in-the-Middle- oder DNS-Spoofing-Angriff bringt man ICQ dazu, alle CPU-Rechenzeit zu verbrauchen, weil die Software nicht mit fehlerhaften HTML-Inhalten im Werbefenster klarkommt. Schließlich prüft ICQ nicht die Gültigkeit von GIF-Dateien, worüber ein Angreifer eine Denial-of-Service-Attacke ausführen kann.
Nach Angaben von Secunia betreffen diese Sicherheitslecks die ICQ-Versionen 1.x, 99, 2000, 2001, 2002 sowie 2003a. Der Hersteller wurde im März und April 2003 darüber unterrichtet, reagierte allerdings bislang nicht darauf. Um die schlimmsten Sicherheitslecks zu umschiffen, sollte man nicht länger die E-Mail-Funktion in ICQ verwenden. Ansonsten bleibt nur als Ausweg, einen anderen ICQ-kompatiblen Instant Messenger oder einen ganz anderen Instant-Messaging-Dienst zu verwenden.
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