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2003: Wieder Wachstum bei elektronischen Bauelementen

In Umsatzzahlen ausgedrückt, sorgte die Telekommunikation für ein Volumen von 3,8 Milliarden Euro (minus 15,9 Prozent) und die Datentechnik für 3,5 Milliarden Euro (minus 13,2 Prozent). Die Industrieelektronik fragte Bauelemente im Wert von 2,9 Milliarden Euro nach (minus 20,3 Prozent). Mit Anteilen von jeweils knapp drei Prozent spielte die Konsum- und Unterhaltungselektronik in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle.

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Da der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar im vergangenen Jahr sehr deutlichen Veränderungen unterlag, weichen die Marktstatistiken in Euro und US-Dollar im internationalen Vergleich erheblich voneinander ab. Bauelemente werden zwar weltweit in Dollar gehandelt, doch ermöglicht nur die Marktbetrachtung auf Euro-Basis einen direkten Vergleich mit den Inlandszahlen. Danach verzeichnete der Weltmarkt im Jahr 2002 auf Dollar-Basis mit plus 0,3 Prozent eine "schwarze Null" und erreichte ein Volumen von 273 Milliarden US-Dollar. In Euro gerechnet ergab sich für den Weltmarkt indes ein Rückgang von 4,8 Prozent auf 290 Milliarden Euro.

Die Regionen zeigten sehr uneinheitliche Entwicklungen: In Europa ging der Markt für elektronische Bauelemente auf Euro-Basis um 11,8 Prozent auf 55 Milliarden Euro zurück und ist damit fast im Gleichklang mit der Entwicklung auf dem deutschen Markt. Den stärksten Einbruch verbuchte Amerika mit einem Rückgang von minus 14,8 Prozent auf knapp 70 Milliarden Euro, Japan ging um minus 10,7 Prozent auf 59 Milliarden Euro zurück. Einzig der Markt Südostasien konnte mit einem Plus 14 Prozent sehr deutlich zulegen. Er hat mit 101 Milliarden Euro nun nahezu 35 Prozent Anteil am gesamten Weltmarkt für elektronische Bauelemente. An zweiter Stelle lag auf Euro-Basis Amerika mit 24 Prozent, gefolgt von Japan und Europa, die mit 20 und 19 Anteilen fast gleichauf liegen. Der Anteil des deutschen Marktes am Weltmarkt belief sich im vergangenen Jahr in Euro auf 5,6 Prozent, nach 6,1 Prozent im Jahr 2001. Nahezu unverändert bei 30 Prozent lag der Anteil Deutschlands am europäischen Markt.

Nach einer nunmehr zweijährigen Durststrecke mit deutlichen Rückgängen am deutschen Markt rechnet der ZVEI für 2003 wieder mit einer positiven Entwicklung und einem Wachstum von knapp neun Prozent. Positive Impulse erwartet die Bauelemente-Industrie dabei aus allen wichtigen Abnehmersegmenten. Dieser positive Trend dürfte sich nach aktuellen Einschätzungen des ZVEI im Jahr 2004 verstärkt fortsetzen.

Der Verband weist bei seiner Prognose allerdings darauf hin, dass der deutsche Markt nicht unabhängig von globalen Rahmenbedingungen beurteilt werden darf. Da auch hier zu Lande mittlerweile ein beträchtlicher Anteil auf Dollar-Basis fakturiert wird, haben Paritätsveränderungen zwischen US-Dollar und Euro einen erheblichen Einfluss; der Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedoch nur schwer abzuschätzen. Bei gleichbleibendem Kurs von derzeit rund 1,10 US-Dollar für einen Euro und Abrechnung in Dollar wird das erwartete Wachstum durch den Umrechnungseffekt bereits weitgehend aufgezehrt.

Dazu ist die weitere Entwicklung von zahlreichen Einflüssen abhängig, allen voran die nach wie vor bestehende weltpolitische Unsicherheit, aber auch die konjunkturelle Beeinflussung in Folge des SARS-Virus, die sich in ihren wirtschaftlichen Auswirkungen kaum quantifizieren lassen.

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