IBM: Kleinsten Festkörper-Licht-Emitter entwickelt
Die Kohlenstoff-Nanoröhrchen sind röhrenförmige Moleküle, die fünfzigtausend Mal dünner als das menschliche Haar sind. IBM geht davon aus, dass Kohlenstoff-Nanoröhrchen einer der vielversprechendsten Kandidaten für den Ersatz von Silizium bei künftigen Chipentwicklungen ist.
Der entwickelte Licht-Emitter besteht aus einer einzelnen Nanoröhre mit einem Durchmesser von 1,4 Nanometern. Er wurde konfiguriert als dreiendiger Solid-State-Transistor, der die gleichen Prinzipien aufweist wie herkömmliche Transistoren. Die Lichterzeugung entsteht dadurch, dass der Transistor "ambipolar" aufgebaut wurde, um gleichzeitig negative Ladungen (Elektronen) von einer Quellen-Elektrode und positive Ladungen ("Löcher") von einer Ableitungselektrode in die Nanoröhre aufzunehmen. Wenn die Elektronen und die Positiv-Ladungen sich in der Röhre treffen, neutralisieren sie sich gegenseitig bei Erzeugung von Licht.
Da es sich um einen Transistor handelt, kann der Licht-Emitter abhängig von der angelegten Spannung an- und ausgeschaltet werden.