Telekom baut massiv Telefonhäuschen ab
Bis Ende 2005 führt deshalb die Deutsche Telekom einen bundesweiten Pilotversuch zum Einsatz von so genannten öffentlichen Basistelefonen durch. So sollen wenigstens rund 15.000 wenig genutzte Standorte erhalten werden. Die kommunalen Spitzenverbände begrüßen den Großversuch. Neben rund 65.000 Telefonhäuschen und -hauben sowie 13.500 Telestationen mit Multipaymentfunktion werden an geeigneten Standorten im Rahmen eines Pilotversuches zukünftig jene 15.000 Basistelefone zum Einsatz kommen. Zudem stehen noch 15.000 öffentliche Telefone auf privatem Grund wie Einkaufspassagen, Flugplätzen und Bahnhöfen. "Mit dem Basistelefon tragen wir einerseits den betriebswirtschaftlichen Anforderungen und andererseits dem Auftrag zur Flächenversorgung Rechnung" , erläuterte Karlheinz Jost, Leiter Vertrieb und Marketing Mehrwertdienste T-Com der Deutschen Telekom.
Die Vorteile des neuen Geräts, von dem in der Pilotphase in zwei Phasen jeweils rund 7.500 Stück aufgestellt werden sollen: Es ist robust und resistent gegen Vandalismus (fünf bis sechs Millionen Euro muss die Deutsche Telekom jährlich für die Beseitigung mutwilliger Zerstörung an ihren Telefonhäuschen ausgeben); und erlaubt kostenfreie Notrufe. Die Kunden können zu den Tarifen, die an den Telefonhäuschen oder Telestationen gelten, mit einer Calling Card telefonieren oder jetzt neu ein R-Gespräch führen, bei dem der Angerufene die Kosten trägt; und das Basistelefon ermöglicht den Anruf bei kostenfreien 0800-freecall-Anschlüssen.
Mögliche Standorte für die Geräte sollen in enger Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen ausgewählt werden. Dabei bieten sich beispielsweise Bushaltestellen oder die Außenwände öffentlicher Gebäude an, so die Telekom.