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SCO: SuSE und Red Hat nutzen unseren Code

Offizieller Linux-Kernel enthält keinen SCO-Code. In einer E-Mail-Diskussion hat Chris Sontag, Senior Vice President bei SCO, gegenüber dem MozillaQuest Magazine geäußert, dass Red Hat und SuSE in ihren Linux-Distributionen Code nutzen, dessen Urheberrechte bei SCO liegen. SCO hatte aus diesem Grund bereits IBM auf Schadensersatz in Höhe von einer Milliarde US-Dollar verklagt.
/ Jens Ihlenfeld
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Im offiziellen, von Linus Torvalds gepflegten Linux-Kernel hingegen sei der von SCO beanstandete Code nicht enthalten, so Sontag. Im Gegensatz zu IBM würden SuSE und Red Hat aber nur Urheberrechte verletzen, so Sontag, während IBM wegen des Verrats von Geschäftsgeheimnissen verklagt wurde. Ob SuSE und Red Hat aber wirklich gegen SCOs Urheberrechte verstoßen, werde sich erst im Verlauf des Verfahrens gegen IBM zeigen, so Sontag weiter.

SCO hatte IBM verklagt, da diese nach Auffassung von SCO unrechtmäßig Geschäftsgeheimnisse in Bezug auf Unix und die Free-Software-Community weitergegeben hätten. Infolgedessen habe Linux, unterstützt durch IBM, dem Geschäft von SCO geschadet. Nach Ansicht von SCO habe IBM Teile lizenzierter Unix-Software Linux-Entwicklern zugänglich gemacht. Den Schaden daraus beziffert SCO auf über eine Milliarde US-Dollar. Zudem fordert SCO von IBM, seine wettberwerbsfeindlichen Praktiken einzustellen. Andernfalls werde man IBMs AIX-Lizenz zurückziehen.

SCO ist wie auch SuSE Teil der United-Linux-Initiative, die auch von IBM unterstützt wird.


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