Software AG: Restrukturierungsaufwand belastet Ergebnis
Der operative Gewinn vor Steuern im ersten Quartal beträgt 2,3 Millionen Euro gegenüber einem Verlust in Höhe von 2,0 Millionen Euro im Vorjahr. Das ausgewiesene Ergebnis nach Steuern wurde durch einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 23,8 Millionen Euro belastet und weist einen Verlust von 9,7 Millionen Euro aus.
Das Unternehmen hat wie bereits im März 2003 angekündigt weitere Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung ergriffen. Das Kostensenkungsprogramm umfasst jährliche Einsparungen in Höhe von 55 bis 60 Millionen Euro. Davon wird etwa die Hälfte bereits im laufenden Geschäftsjahr wirksam werden. Im Wesentlichen will man die Organisation in den Regionen an die Markterfordernisse anpassen, Forschung und Entwicklung auf das zukünftige Technologie- und Lösungsportfolio ausrichten und Marketing- und Unterstützungsfunktionen der Unternehmenszentrale reduzieren.
In Deutschland soll durch die Restrukturierung die Personalkapazität von circa 240 Vollzeitstellen eingespart werden. Die Umsetzung wird derzeit mit dem Konzernbetriebsrat beraten. Im Ausland fallen circa 60 Vollzeitstellen weg. Dort seien die Personalmaßnahmen bereits weitgehend umgesetzt. Die im Rahmen der Restrukturierung zu erwartenden einmaligen Sonderaufwendungen in Höhe von 23,8 Millionen Euro sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des ersten Quartals 2003 enthalten.
Eine spürbare Verbesserung der IT-Nachfrage erwartet die Software AG für das laufende Geschäftsjahr nicht. Das Unternehmen rechnet deshalb auf Basis der derzeitigen Vertriebsprognosen auch für das Geschäftsjahr 2003 mit einer vom Produktgeschäft getragenen weitgehend stabilen Entwicklung. Lediglich im Bereich Projektdienstleistungen ließen sich Anzeichen einer Umsatzabschwächung erkennen.