Sichere Linux-Distribution Trusted Debian 1.0 erschienen
Der Schutz, den Trusted Debian bietet, ist allerdings nicht wirklich neu, vielmehr basiert es auf diversen Produkten, die zum Teil seit einiger Zeit erhältlich sind. Trusted Debian will diese nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Dabei kommt unter anderem das Linux-Kernel Add-On PaX zum Einsatz, das Applikationen verschiedener Schutz-Mechanismen gegen Buffer-Overflow-Attacken zur Verfügung stellt. So bietet PaX unter anderem eine Überprüfung, wie viel Speicher gerade genutzt wird, um so schlecht geschriebene Programme daran zu hindern, versehentlich Sicherheitslücken zu öffnen. Zudem sorgt PaX ähnlich OpenBSD dafür, dass die Stelle, an der ein Programm in den Speicher geladen wird, zufällig wechselt, denn Buffer-Overflow-Attacken nutzen mitunter die exakte Position von Stellen im Speicher. Im Gegensatz zu OpenBSD, das aber nur am Stack ansetzt, knüpft PaX an vier Stellen, Stack, Heap, Bibliotheken und dem eigentlichen Executable an.
Zudem versucht PaX, Code und Daten zu trennen, um zu verhindern, dass Daten als Code ausgeführt werden. Zu guter Letzt bietet PaX diesen Schutz auch für das eigentliche System, den Linux Kernel.
Darüber hinaus setzt Trusted Debian einen so genannten Stack Protector ein. Dieser modifizierte GCC Compiler von Hiroaki Etoh integriert so genannten "booby-traps" in Programme, die ausgelöst werden, sofern ein Buffer Overflow auftritt. Das Programm wird dann beendet, bevor Schaden entstehen kann. Auch OpenBSD und Gentoo Linux unterstützen ähnliche Schutzmechanismen.
Neben diesen Schutzmechanismen enthält Trusted Debian aber auch RSBAC-Zugriffskontrollen und FreeS/WAN zur Verschlüsselung der TCP/IP-Kommunikation.
Trusted Debian 1.0(öffnet im neuen Fenster) kann von verschiedenen Mirrors(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden.



