Speicherbibliotheken mit Kapazitäten von 4,2 bis 31,5 Terabyte kommen Ende 2003. Neue optische Medien, mittels blauem Laser mit großen Datenmengen beschrieben, werden wohl in den nächsten Jahren die verbreitete MO-Disk (max. 9,1 GByte) im Bereich automatischer Datenspeicherungs-Systeme ersetzen. Der US-Hersteller DISC fertigt eben solche Speicherbibliotheken und will ab diesem Jahr auf das von Plasmon entwickelte Format Ultra Density Optical (UDO) setzen.
Die 5,25-Zoll-UDO-Medien fassen mit 30 GByte dreimal mehr als MO-Disks. Auch die UDO-Medien gibt es als einmal (WORM) und mehrfach beschreibbare Version. Ab Ende des Jahres will DISC mit UDO-Laufwerken ausgestattete Speicherbibliotheken der Orion-Serie mit Kapazitäten von 4,2 bis 31,5 Terabyte auf den Markt bringen. Im ersten Quartal 2004 sollen bestehende, MO-basierte Orion-Systeme auf UDO aufgerüstet werden können. Die parallele Nutzung von MO- und UDO-Laufwerken sei dabei möglich, so DISC.
Das UDO-Format von Plasmon steht in direkter Konkurrenz zur von Sony entwickelten Blue-Laser-Optical Disc (Codename "VDisc"), die mit 23,3 GByte allerdings etwas weniger Kapazität mit sich bringt. Toshiba und NEC entwickeln derzeit ein Blue-Laser-Format, das im Gegensatz zur Konkurrenz kompatibel zur DVD ist und 15 (ein Layer) bis 30 GByte (zwei Layer) Speicherkapazität bietet. Die bekannte Blu-ray Disc bietet 23,3 GByte, ist jedoch mehr für die HDTV-Videospeicherung als die anspruchsvollere Datenarchivierung gedacht. Die verschiedenen Formate sollen in den nächsten Jahren Kapazitätsvervielfachungen erfahren.