Opera 7.10 für Windows mit zahlreichen Verbesserungen
Der Funktionsumfang der fertigen Version von Opera 7.10 entspricht im Großen und Ganzen der Beta 1. Als kleine sinnvolle Neuerung lassen sich die einzelnen Panels in der Hotlist nun mit einem Tastenkürzel direkt anwählen. Betätigt man die Zahlentasten 1 bis 9 zusammen mit der Steuerungstaste, wechselt man die verschiedenen Hotlist-Ansichten dementsprechend.
Als Neuerung erhielt die Hotlist einen Info-Bereich mit technischen Angaben zu der aufgerufenen Webseite sowie ein Notiz-Panel, um darin Textteile verschiedener Webseiten mit der Tastenkombination
ᐸUmschaltᐳᐸStrgᐳᐸC> abspeichern zu können. Öffnet man diese Notiz durch Doppelklick, lädt das die betreffende Webseite und markiert den ausgewählten Textteil. Mit dieser Funktionen lassen sich aber auch Notizen unabhängig von Webseiten anlegen und in Echtzeit bearbeiten.Mit Opera 7.10 erhält der norwegische Browser erstmals einen Cookie-Manager, mit dem sich die abgelegten Cookies detailliert bearbeiten lassen, während sich vorher nur einzelne zu akzeptierende Server für die Cookie-Verwaltung einfügen ließen. Auch die mit Opera 7 eingeführte Funktion "The Wand" erhielt nun einen Verwaltungsdialog, um die gespeicherten Benutzernamen samt Passwörtern bearbeiten zu können. Bislang bot "The Wand" nur die Möglichkeit, die Einträge für kennwortgeschützte Seiten zu speichern und diese automatisch einzutragen. Als weitere Veränderung weist "The Wand" diese Daten auf Wunsch auch einem Server statt nur einer einzelnen Webseite zu.
Über einen neuen "Rewind-Knopf" springt man zur ersten in diesem Fenster geöffneten Webseite, was sonst über den "Back-Button" etwas umständlicher abgewickelt wird. Zudem wurde die Funktion "Fast Forward" überarbeitet und fungiert nun auch wie eine Diashow, wenn die entsprechende Webseite das unterstützt. Die Fast-Forward-Funktion versucht zu erahnen, welche Seiten demnächst besucht werden und bietet dafür entsprechende Knöpfe und Tastenkürzel im Browser sowie neuerdings entsprechende Mausgesten.
Die Opera-Lesezeichen lassen sich jetzt als HTML-Datei exportieren. Zudem erhielt die Lesezeichen-Ansicht den von Opera 6 bekannten Split-Modus neben dem in Opera 7 eingeführten Full-View-Modus, zwischen denen man nun bequem wechseln kann. Der Einstellungsdialog von Opera wurde kosmetischen Änderungen unterzogen und an einigen Stellen umstrukturiert. Als Tribut für Opera-6-Nutzer lässt sich die Fortschrittsanzeige beim Laden von Webseiten nun wieder in die Adresszeile integrieren, was mit Opera 7 zunächst verschwand.
Auch der in Opera integrierte Mail-Client M2 erfuhr einige Änderungen. So blättert man mit der Leertaste in E-Mails seitenweise und springt am Ende der Mail zur nächsten ungelesenen Mitteilung, wobei die gelesene Mail entsprechend markiert wird. Sofern beim Mail-Wechsel keine ungelesenen Nachrichten mehr vorhanden sind, wechselt die Software zur nächsten gelesenen Nachricht.
E-Mails werden nun auf Wunsch nach einer einstellbaren Zeit als gelesen markiert, wenn sie geöffnet wurden. Durch die IMAA-Unterstützung sollten Probleme mit Unicode-Mails der Vergangenheit angehören. Auch soll sich M2 die Sortierung merken und bietet eine überarbeitete Tastatur-Navigation. Schließlich soll Opera 7.10 etliche kleine Programmfehler bereinigen und auch die Stabilität und Sicherheit der Software verbessern.
Opera 7.10 für die Windows-Plattform steht ab sofort in einer kostenlosen Version mit eingeblendeten Werbebannern mit und ohne Java-Engine zum Download in englischer Sprache bereit. Zur Abschaltung der Werbebanner fällt eine Registrierung in Höhe von 39,- US-Dollar an. Karsten Mehrhoff bietet bereits deutsche Sprachdateien(öffnet im neuen Fenster) kostenlos für diese Version zum Download an.