Test: Gameboard - Tastatur-Maus-Pad-Kombination für PS2
Da wohl nur wenige Zocker ihren Fernseher auf einem Schreibtisch platziert haben und somit die Möglichkeit besteht, eine Tastatur vor das TV-Gerät zu stellen, kommt das Gameboard mit einem etwa zehn Zentimeter hohen Sockel - so lässt es sich auch halbwegs komfortabel spielen, wenn man das Gerät auf den Knien oder auch auf dem Boden abstellt. Angeschlossen wird das recht große Zubehör an einen der beiden USB-Ports der PlayStation 2, dank 4 Meter langem Anschlusskabel kann man auch auf einer etwas weiter entfernten Couch bequem Platz nehmen. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig, allerdings sollte man das Gerät nur bei ausgeschalteter PS2 ein- oder abstecken.
Dank des deutschen Tastatur-Layouts gibt es beim Tippen keinerlei Irritationen. Der Tastenwiderstand ist deutlich höher als bei herkömmlichen PC-Desktop-Tastaturen, was aber im Praxis-Einsatz kein Problem darstellt. Der kleine Analog-Stick links ist etwas umständlich und schwammig zu bedienen, allerdings dürfte das den meisten Spielern egal sein - wer den Stick benutzen will, greift sowieso zum PS2-Pad. Übrigens lässt sich das PS2-Pad trotz eingestecktem Gameboard in Spielen problemlos weiter benutzen, man kann also ständig zwischen den Eingabegeräten wechseln ohne etwas abstöpseln zu müssen.
Um das Gameboard nutzen zu können, benötigt man allerdings Spiele, die Maus-/Tastatur-Steuerung unterstützen - und deren Anzahl ist recht überschaubar. Allerdings haben zumindest viele PS2-Ego-Shooter diese Option im Steuerungsmenü eingebaut, unter anderem Half Life und Red Faction II. Bei Red Faction II gibt es allerdings das Problem, dass sich zwar eine Maus-Steuerung aktivieren lässt, diese dann aber nicht im selben Menü modifiziert werden kann - wer zum Beispiel mit der vorgegeben Mausgeschwindigkeit Probleme hat muss ein wenig suchen, um diese im "Erweitert"-Menü versteckte Einstellung variieren zu können.
Davon abgesehen ist die Steuerung bei den meisten PS2-Titeln praktisch identisch wie bei ihren PC-Kollegen: Per Pfeiltaste bewegt man sich durch die Menüs, mit der Enter-Taste bestätigt man und per Mausrad wechselt man die aktive Waffe. Wenn man demnächst auch online mit der PS2 spielen kann, dürfte sich das Anwendungsgebiet des Gameboards wohl deutlich erweitern - unter anderem in Rollenspielen wird dann auch mal die ganze Tastatur genutzt werden können.
Wer unbedingt will, kann das Gameboard dank des USB-Kabels übrigens auch an den eigenen PC anschließen, ohne dass dafür Treiber notwendig wären. Der (Windows-)PC erkennt das Gerät automatisch und installiert nacheinander Keyboard, Maus und Joystick.
Das Gameboard ist ab sofort im Handel erhältlich, der Preis liegt bei 69,99 Euro.
Fazit:
Den Komfort von PC-Maus und -Tastatur kann das Gameboard sicherlich nicht ganz bieten - dafür ist man dank fest zusammenhängender Komponenten zu unflexibel, zudem stört die Geräuschkulisse beim Bewegen der Maus. Auch sind die Einsatzmöglichkeiten auf Grund nur geringer Unterstützung seitens der PS2-Spiele begrenzt. Wer aber dennoch auch an der Konsole nicht auf Maus- und Tastatursteuerung verzichten will, bekommt mit dem Gameboard ein gut verarbeitetes und insgesamt zufrieden stellendes Gerät, das mit dem im Sommer 2003 folgenden Online-Start der PS2 eventuell noch deutlich interessanter wird.



