Zum Hauptinhalt Zur Navigation

E-Government-Aktivitäten deutscher Städte im Vergleich

Profile virtueller Rathäuser: Neues MEDIA@Komm-Arbeitspapier erschienen. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, befragte im Rahmen eines Monitorings 26 deutsche Städte nach ihren E-Government-Aktivitäten. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse ermöglichen einen Einblick in die unterschiedlichen "E-Profile" der untersuchten Städte.
/ Andreas Donath
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Befragung war ein Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) geförderten MEDIA@Komm-Projekts, das in den letzten drei Jahren die Einführung des E-Government in den aus einem bundesweiten Wettbewerb als Preisträger hervorgegangenen Modellregionen Bremen, Esslingen und Nürnberg unterstützt, begleitet und evaluiert. Anhand eines Vergleichs zwischen den drei geförderten MEDIA@Komm-Preisträgern und 26 Städten, die nicht vom BMWA gefördert wurden, sollten die E-Government-Lösungen beider Gruppen gegenübergestellt werden.

Einige der nicht vom BMWA geförderten Städte wie Düsseldorf und Dortmund erreichten aus eigener Kraft oder mit Hilfe anderer Fördermittel, beispielsweise aus EU- oder aus Landesprogrammen (Hagen), nach Angaben der Studienautoren dennoch beachtliche Fortschritte.

Vorbildlich seien einige Städte wie Köln, Düsseldorf und Dortmund auch bei der Integration ihrer E-Government-Initiativen in die allgemeine Stadtpolitik, die Verwaltungsreform oder ihre IT-Strategien. So haben im Bereich der – heute durch Vernetzungstechnologien möglichen – verstärkten Bürgerbeteiligung beispielsweise Dortmund und Stuttgart nach dem Ergebnis der Untersuchung Standards gesetzt. Auch Marketing- und Kooperationsaktivitäten werden von einigen Städten wie Herten und Bochum gut genutzt, was insbesondere die Kooperation mit externen Kompetenzträgern unterstützt und eine Kommerzialisierung eigener Erfolge vorbereitet. Die Befragung verdeutlichte jedoch auch, dass noch zu wenige Städte – Ausnahmen sind hier Köln und Düsseldorf – notwendige Qualifizierungsmaßnahmen starten, um die wichtigste Ressource – die Kompetenz und Motivation der Mitarbeiter – gezielt auf die neuen Herausforderungen einzustimmen.

Die kompletten Befragungsergebnisse sind als Printversion (7,50 Euro) und zum kostenlosen Download als PDF(öffnet im neuen Fenster) erschienen.


Relevante Themen