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Test "Deutsch als Fremdsprache" erstmals am PC absolvierbar

Ausländische Studienbewerber weisen Sprachkenntnisse am Rechner nach

Den Sprachtest "Deutsch als Fremdsprache" (TestDaF) absolvieren ausländische Studienbewerber nun erstmals am PC. Der von der Forschergruppe um Professor Dr. Hans-Werner Six (FernUniversität in Hagen) für den Computer weiter entwickelte Test feiert im Seminar für Sprachlehrforschung der Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl Prof. Dr. Karl-Richard Bausch) seine Premiere. Die Daten der Kandidaten werden anschließend im TestDaF-Institut in Hagen ausgewertet. Zeitgleich legen am 10.4. fast 1.700 Studienbewerber in 43 Ländern die Prüfung im konventionellen "Papier- und Bleistift-Format" ab.

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Mit der Computer-Version hat der TestDaF dem TOEFL (Test of English as a foreign language) etwas voraus: Der Sprachtest wird auf Papier und in einer PC-Version ohne den Punkt "Mündlichen Ausdruck" absolviert. Der standardisierte TestDaF ist seit zwei Jahren die deutsche Entsprechung zum TOEFL. Die Ruhr-Universität und die FernUniversität waren dabei an der Entwicklung des Deutschtests beteiligt. Im Jahr 2001 wurde das gemeinsame TestDaF-Institut mit Sitz in Hagen gegründet und der Test zum ersten Mal durchgeführt. In diesem Jahr werden ihn bis zu 6.000 Studienbewerber absolvieren. Der computerbasierte Test ermöglicht es nach Angaben der Initiatoren, komplexe mündliche Sprachproduktionen mit Hilfe des Computers zu prüfen. Der Test erfasst simulierte Gesprächssituationen und zeichnet sie auf. Darüber hinaus absolvieren die Prüfungsteilnehmer Aufgaben zum Lese-, Hörverstehen und zum schriftlichen Ausdruck. Die einzelnen Aufgaben sind in einer Datenbank gespeichert und können sowohl für den CBT als auch für die Papierversion zu kompletten Testsätzen zusammengestellt werden.

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Die Prüfungsaufgaben werden verschlüsselt via Internet an das Seminar für Sprachlehrforschung in Bochum geschickt. Dort werden sie auf einem Server gespeichert und über ein lokales Netz den Kandidaten zur Verfügung gestellt, dies garantiert eine sichere Durchführung des Tests. Für die Bearbeitung der TestDaF-Aufgaben steht den Kandidaten an den PCs eine einfache Menüführung zur Verfügung. Wer ein wenig Erfahrung mit Internet-Browsern und gängigen Textverarbeitungsprogrammen hat, kommt nach Angaben der Hersteller mit dem CBT gut zurecht. Die Ergebnisse - inklusive Sprachaufzeichnungen - werden wiederum verschlüsselt nach Hagen übermittelt, wo sie schließlich ausgewertet werden.

Nach der erfolgreichen Weltpremiere sollen in Zukunft die weltweiten Testzentren die Prüfung am Computer parallel zur Papierform anbieten. "Das passt hervorragend in unser Konzept vom Lernraum Virtuelle Universität", sagte der Rektor der FernUniversität Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, und zeigt sich erfreut, dass die FernUniversität mit dem computerbasierten Test nun auch im Bereich der Sprachtests an einem wegweisenden Projekt beteiligt sei. "Die heutige Studierendengeneration nutzt den PC und das Internet mit einer großen Selbstverständlichkeit und Souveränität. Von daher ist es folgerichtig, auch diesen Test computerbasiert anzubieten", ergänzte Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner, Rektor der Ruhr-Universität Bochum. Er hofft außerdem, dass das neue Verfahren noch mehr ausländische Studierende nach Deutschland lockt.

Alle deutschen Universitäten und Fachhochschulen erkennen den TestDaF als Nachweis der Deutschkenntnisse ausländischer Studienbewerber an. Das TestDaF-Institut wurde 2001 als An-Institut der Universitäten Bochum und Hagen gegründet. Den standardisierten Test bieten derzeit mehr als 250 lizenzierte Testzentren in 70 Ländern weltweit an. Das Institut erstellt, erprobt und korrigiert die Aufgaben in Kooperation mit dem Seminar für Sprachlehrforschung der RUB. Träger des TestDaF-Instituts ist die Gesellschaft für akademische Testentwicklung e. V., der die Hochschulrektorenkonferenz, der Deutsche Akademische Austauschdienst, das Goethe-Institut Inter Nationes, die FernUniversität Hagen, die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Leipzig und der Fachverband Deutsch als Fremdsprache angehören.



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