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Apple stellt Final Cut Pro 4 vor

Final Cut Pro 4 mit neuer Echtzeit-Effektbearbeitung kommt im Juni. Auf der Messe NAB (National Association of Broadcasters) in Las Vegas hat Apple mit Final Cut Pro 4 eine neue Version der Videobearbeitungssoftware für Film, HD, SD und DV vorgestellt. In Final Cut Pro 4 haben laut Apple über 300 neue Eigenschaften Einzug gehalten, darunter RT Extreme für die Echtzeit-Effektbearbeitung, die Möglichkeit einer individuellen Anpassung der Benutzeroberfläche, neue hochqualitative, unkomprimierte 8- und 10-Bit-Formate und volle 32-Bit-Videobearbeitung pro Kanal.
/ Jens Ihlenfeld
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Zusätzlich sind drei neue Anwendungen direkt in Final Cut Pro 4 integriert – "LiveType" für professionelle Betitelung, "Soundtrack" für die Musikbegleitung und "Compressor" für das Kodieren in Stapelbearbeitung.

Mit RT Extreme enthält Final Cut Pro 4 eine hochentwickelte Software-Architektur für Echtzeiteffekte, die mit der Prozessorleistung skaliert, um eine größere Anzahl an simultanen Echtzeit-Streams und hunderten von Echtzeit-Effekten zu unterstützen. Mit RT Extreme sollen sich Software-Effekte in Echtzeit auf externen Broadcast-Monitoren, die über FireWire oder eine externe Breakout-Box angeschlossen sind, verfolgen lassen. RT Extreme arbeitet unabhängig vom verwendeten Codec und soll es so Cuttern ermöglichen, ihre Arbeit wahlweise bei maximaler Auflösung (in bester Qualität) oder bei maximaler Geschwindigkeit (mit einer höheren Anzahl an simultanen Streams und Effekten) in Echtzeit zu begutachten.

LiveType ist eine neue Anwendung für die Betitelung. So soll es erlauben, dynamische, animierte Titel schnell und einfach zu erstellen. Bestandteil von LiveType ist LiveFonts, ein neuartiger Ansatz der Textanimation, bei dem jeder einzelne Buchstabe eines Zeichensatzes als separat animiertes Movie behandelt wird. LiveType enthält über 8 GByte an Material, darunter LiveFonts, 150 vorkonfigurierte Effekte, anpassbare Vorlagen, Hintergründe, animierte Texturen und Objekte.

Mit Soundtrack sollen sich zudem lizenzfreie Begleitmusiken für die eigenen Projekte erstellen lassen. Soundtrack gleicht Audio Loops automatisch ab und arrangiert und mischt in Echtzeit. Die Applikation ist vollständig in Final Cut Pro 4 integriert und unterstützt die neuen "Score Markers" zur Synchronisation.

Mit Compressor liegt zudem Final Cut Pro 4 ein neues Stapelverarbeitungstool im Lieferumfang bei, das eine Reihe von Formaten, darunter MPEG-2, MPEG-4 und andere unterstützte QuickTime-Formate ausgegeben kann. Compressor unterstützt Wasserzeichen, Echtzeit-Vorschau und 30 hochwertige Filter und Effekte. Compressor verfügt über einen neu entwickelten MPEG-2 Software Encoder, der professionelle Eingriffsmöglichkeiten zur Justierung der Bitrate und für die Wahl von One- bzw. Two-Pass VBR-Encoding bietet.

Durch seine offene Architektur soll sich Final Cut Pro 4 in praktisch jede Produktionsumgebung einpassen. Durch ein neues XML-Metadaten-Format und ein FireWire-basiertes I/O-Framework ist die Applikation zudem erweiterbar.

Final Cut Pro 4 soll im Juni im Apple-Fachhandel und im Apple Store für 1.158,84 Euro erhältlich sein. Der Preis von Final Cut Pro 3 ist ab sofort 1.158,84 Euro. Bisher registrierte Final-Cut-Pro-Anwender können für 462,84 Euro auf Final Cut Pro 4 upgraden. Käufer, die ab sofort Final Cut Pro 4 erwerben, erhalten die Version 3 geliefert und gegen eine Handlinggebühr von 58,- Euro das Up-To-Date-Kit auf Final Cut Pro 4 bei Verfügbarkeit. Registrierte Final-Cut-Express-Kunden können für 810,84 Euro auf Final Cut Pro 4 upgraden. Die spezielle Education-Version für institutionelle Einrichtungen soll 462,84 Euro kosten, die Education-Version für einzelne Ausbilder, Schüler und Studenten liegt bei 752,84 Euro.


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